Die Jüngsten sind die Größten

Die Freiberger Hockey-Mädchen haben die Mitteldeutsche Meisterschaft feiert. Es ist der erste Nachwuchstitel seit fast 15Jahren für den Talente- stützpunkt.

Freiberg.

Herbert Seifert hatte in den vergangenen Wochen einige Male Grund zur Freude. "Das war teilweise sehr gut, was die Jungs und Mädels gezeigt haben", lobt der Cheftrainer des Freiberger Hockey- und Tennisclubs (FHTC) die Auftritte der Nachwuchsteams, die gerade ihre Feldsaison beendeten. Allen voran seine jüngsten Schützlinge: Die Mädchen C des FHTC sicherten sich zum Abschluss den Titel in der Mitteldeutschen Meisterschaft - und sorgten damit für einen der größten Erfolge des Vereins seit Jahren.

"Das ist ein Riesending", jubelt Seifert. Mit 13 Punkten aus fünf Spielen und 26:5 Toren sicherten sich die neun- und zehnjährigen Freibergerinnen ungeschlagen und unangefochten Platz 1 in der Endrunde. Den ATV Leipzig fegten die FHTC-Mädchen zum Abschluss mit 11:0 vom Platz, gegen Motor Meerane gab es ein 7:0. Nur im Duell mit dem SSC Jena (5:4) ging es etwas knapper zu. Am Ende hatten die Schützlinge von Herbert Seifert und Stefanie Oertel fünf Punkte Vorsprung auf Erfurt und Dresden.

"Das war das Erfolgserlebnis, auf das wir so lange hingearbeitet haben", strahlt Seifert. Der letzte Titel im Jugendbereich liege fast 15 Jahre zurück. Damals trug der Nachwuchs seine Meisterschaften noch auf Ebene des Sächsischen Hockey-Verbandes aus, erklärt der 63-Jährige, der die C-Mädchen zusammen mit Damenspielerin Stefanie Oertel (20) trainiert. Mittlerweile spielen die Jugendteams im Mitteldeutschen Hockey-Verbund mit Vereinen aus Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Neue und andere Gegner seien ganz wichtig für die Entwicklung der jungen Hockey-Cracks, betont Seifert. In Sachsen habe man zuletzt ein wenig im eigenen Saft geschmort. Nun geht es auch gegen Hockey-Hochburgen wie Köthen, Osternienburg, Erfurt und Jena.

"Für die Eltern, Sponsoren, Unterstützer und natürlich die Spielerinnen ist das Abschneiden eine Bestätigung - und sollte auch viel Auftrieb für die kommenden Aufgaben geben", sagt Seifert. Im vorigen Jahr war das jüngste von aktuell drei Mädchenteams des Freiberger HTC auf Platz 2 gelandet, in der Halle hatte es die Bronzemedaille gegeben.

"Entscheidend war, dass die Mädels seit Mai konstant gute Leistungen geboten haben - und das in den Finalspielen bestätigen konnten." Die anderen Freiberger Nachwuchsteams konnten sich nicht dem Treppchen platzieren. Die MädchenB (AK 11/12) und die weibliche Jugend B (AK 15/16) landeten auf den Plätzen 5 und 6. Die Titel gingen an den Erfurter HC und den Cöthener HC. Im männlichen Bereich backe man gerade etwas kleinere Brötchen, sagt Cheftrainer Seifert. Die Knaben B mussten sich mit Platz 12 unter 15 Teams begnügen, die Knaben C landeten auf Platz 11 unter 18Teams. Die Jugend B kam zwar als Zehnte ein - allerdings waren in dieser Altersklasse nur elf Mannschaften am Start.

Die Altersklasse Mädchen und Knaben A hatte der Verein erstmals nicht besetzt, so Herbert Seifert. Er hofft aber, die Lücke in Kürze wieder schließen zu können. "Wir haben einen kontinuierlichen Zulauf in den jüngeren Altersklassen." Aktuell zählt die Abteilung Hockey des FHTC 100 Kinder und Jugendliche.

In der Hallenrunde, die Mitte November beginnt, hat der FHTC ebenfalls sechs Nachwuchsmannschaften gemeldet. Die Freiberger Herren rutschen im Vergleich zur Feldsaison aus der Oberliga wieder eine Klasse tiefer und kämpfen in der 1.Mitteldeutschen Verbandsliga um Punkte, während die Damen in der Mitteldeutschen Oberliga auf Torejagd gehen. Dabei startet das Team um Stefanie Oertel in der dritthöchsten deutschen Spielklasse sogar als Titelverteidiger. (mit seto)

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