"Die Mannschaft ist wieder da"

Handball, Mitteldeutsche Oberliga: HSG Freiberg empfängt den HSV Apolda 1990 in der Ernst-Grube-Halle

Freiberg.

Im Heimspiel gegen Aschersleben ist Tino Hensel ganz offiziell zum "Spieler des Spiels" gekürt worden - aber auch vorige Woche beim Sieg in Plauen war der Torhüter der HSG Freiberg der entscheidende Mann. "Weil er in den entscheidenden Situationen die richtigen Signale gegeben und die Mannschaft mit seinen Paraden noch einmal mitgerissen hat", sagt Manager Stefan Lange. So konnten die Freiberger Handballer in den Schlussminuten einen 23:25-Rückstand noch in ein 26:25 drehen und am Ende den ersten Auswärtssieg feiern.

"Die Abwehr hat wieder gut gearbeitet und vor allem haben die Jungs toll gekämpft", gibt Tino Hensel die Komplimente an seine Vorderleute weiter. Die Mannschaft sei jetzt wieder da, "vor allem auch, was die Geschlossenheit angeht", lobt der Keeper, der seit mehr als zwölf Jahren im HSG-Kasten steht. Dass die Truppe den Hänger in der 2.Halbzeit, als zehn Minuten kein Treffer gelang und die Plauener plötzlich führten, gleich wieder korrigieren konnte, sei auch Ausdruck zurückgewonnenen Selbstvertrauens. Noch sei das Team nicht wieder ganz das alte - jenes, das in der Vorsaison sieben Siege in Folge feierte und am Ende auf Platz 3 landete. "Dafür müssen wir in jeden Spiel 60Minuten konzentriert auftreten und die Vorgaben umsetzen", sagt Hensel.

Denn die Liga sei noch ausgeglichener als bisher schon. Der nächste Gegner Apolda (10./7:11 Punkte), im Vorjahr nur Zehnter, spielt im Moment auf Augenhöhe mit der HSG (9./7:11). Bis Weihnachten wolle und müsse sich die Mannschaft weiter stabilisieren, hofft der 33-jährige Torhüter. Neben Apolda warten mit dem EHV Aue II, Plauen-Oberlosa, HBV Jena und Oebisfelde weitere Konkurrenten aus dem heiß umkämpften Mittelfeld und vom Tabellenende. Möglichst zehn Punkte wären da nicht schlecht, so Hensel.

Eigentlich hatte er schon etwas kürzer treten wollen, sagt der Ergotherapeut, der im Behindertenzentrum Frauenstein arbeitet. "Man muss ja nicht mehr in allen Partien durchspielen." Da aber Richard Meinicke, früherer Jugendnationalspieler der Niederlande, der im Sommer geholt wurde, seit Wochen verletzt ausfällt, war Hensel doch wieder in der Verantwortung - und wurde dieser auch gerecht. "Tino ist ein großer Rückhalt und war in Plauen einer der Matchwinner", lobt HSG-Chetrainer Alexander Matschos. (sb)

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