Dittersbacher genießen "Heimvorteil" und Flöha holt Titel

Torjubel und ausgelassene Stimmung haben bei der zweiten Mini-WM in Frankenberg dominiert. Dabei wurden jede Menge Pokale überreicht.

Frankenberg.

Während die großen Kicker in Russland noch die Teilnehmer für die Viertelfinals ausspielen, steht der Weltmeister bei den Kleinen schön längst fest: 330 Kinder, dazu Trainer, Betreuer und stolze Fans aus den mitgereisten Familien feierten am Samstag auf der Frankenberger "Jahnkampfbahn" ihr eigenes WM-Turnier. Regionale und überregionale Fußballvereine mit Spielern aus den E- und F-Junioren-Kadern waren der Einladung des SV Barkas Frankenberg zur zweiten Veranstaltung dieser Art gefolgt.

Per Los wurde allen 32 Mannschaften einer der Teilnehmer aus der seit Mitte Juni laufenden Fifa-Weltmeisterschaft zugeordnet und nach den dortigen Gruppen innerhalb eines Tages ausgespielt. Alles begleitet von einem bunten Rahmenprogramm.

Am Ende jubelte das in den Farben Kolumbiens angetretene Team des TSV Flöha. 3:0 gewann es das Finale gegen den FC Einheit Rudolstadt beziehungsweise "Dänemark". Titelverdächtig war auch die Kostümierung von TSV-Nachwuchs-Trainer Thomas Giebel. In Anlehnung an die Frisur von Kolumbiens Spielerlegende Carlos Valderrama lief Giebel mit einer großen Perücke herum. Bereits das Bemalen der Shirts habe seinen Jungs im Vorfeld viel Spass gemacht. Einer davon, Max Schettler aus Flöha, freute sich riesig über den goldenen WM-Pokal für sein Team. "Von der großen WM schaue ich mir jedes Spiel an", sagte er. Seine Mutter ergänzte mit einem Lächeln: "Gut, dass jetzt Ferien sind und die Kinder auch etwas länger aufbleiben können."

Das Team Peru, bestehend aus Erdmannsdorfer und Augustusburger Kindern, gewann das Spiel um Platz 13 gegen den TSV Dittersbach. "Immerhin besser als die Truppe von Jogi", kommentierte Tina Porst. Die Trainerin der Dittersbacher E-Junioren erzählte, dass viele ihrer Spieler sich über Deutschland als Los zwar gefreut haben, aber auch die südlichen Länder hoch im Kurs stehen. "Argentinien und Brasilien, dort wo die Ballzauberer herkommen". In dem Moment zog eine Polonaise in Schwarz-Rot-Gold an ihr vorbei: Die vielen Dittersbacher Fans verbreiteten Stimmung, als habe es das 0:2 gegen Südkorea nie gegeben. "Es ist toll, wenn man sieht, wie sich Eltern und Trainer ins Zeug legen, um dem jeweiligen Land auch gerecht zu werden", so Barkas-Nachwuchscoach Tommy Anke. Von den für Frankenberg angetreten Teams schnitt die "Russland-Elf" mit Platz 9 am besten ab. Deren Kapitän lief sogar als ein Zar verkleidet auf.

Insgesamt lief es für alle SV-Teams nach der Meinung von Fußballabteilungsleiter Tommy Krumbiegel eher durchschnittlich. "Das ist heute aber auch egal, da es vor allem um den Spaß geht. Dazu gibt es ja auch Pokale für ein WM-Quiz, für die besten Fans, die schönsten Trikots und vieles mehr", sagte Krumbiegel. Tino Müller, dessen Mittweidaer Kicker für Spanien auf Platz 16 landeten, fand ebenfalls Gefallen am Turnier. "Es sicherlich ein Höhepunkt für alle Beteiligten und ein toller Saisonabschluss, bevor sich alle Kinder in die Ferien verabschieden."

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