Dritter Anlauf bei Blau-Gelb

Nach zwei vergeblichen Aufstiegsversuchen gehört der Hainichener FV in der Mittelsachsenklasse wieder zu den Favoriten. Der Trainer will aber erst den Start abwarten.

Nils Nebe (l.) kehrte in der Sommerpause aus Frankenberg nach Hainichen zurück. Trotz dieser Verstärkung sieht HFV-Trainer Christian Schulze noch viele Reserven in seiner Mannschaft.

Die Generalprobe ist für die Mittelsachsenklasse-Fußballer des Hainichener FV gelungen - zumindest was das Ergebnis angeht: Mit 2:1 (0:0) bezwangen sie am Sonntag den Chemnitzer Kreisoberligisten Wacker Wittgensdorf. Doch durchweg überzeugend sei die Leistung seiner Schützlinge nicht gewesen, gab Hainichens Trainer Christian Schulze zu bedenken.

"Wir hatten zwar mehr Spielanteile, doch speziell im taktischen Bereich und bei der Chancenverwertung einige Defizite", beklagte Schulze. Zudem müssen einige Spieler noch an ihrer Einstellung arbeiten. "Darum glaube ich, dass es in diesem Jahr nicht so einfach wird", sagte der 40-Jährige. Bei einem Trainingslager am Wochenende hätten längst noch nicht alle Rädchen ineinander gegriffen. "Wir werden mit Sicherheit noch die ersten Punktspiele brauchen, um uns zu finden."

Darum stapelt der HFV-Trainer auch tief, was mögliche Saisonziele angeht. "Wir wollen natürlich wieder oben mitspielen und unter die ersten Fünf kommen. Aber prinzipiell müssen wir erst einmal sehen, wie die Saison anläuft."

Schulze weiß, dass sein Team im Aufstiegsrennen hoch gehandelt wird - kennt aber auch die Schwächen. Mit Nils Nebe kehrte zwar ein Hoffnungsträger von Barkas Frankenberg zurück. "Doch eine Schwalbe macht auch noch keinen Sommer", so Schulze. Zudem seien noch nicht alle Spieler an Bord und brauchen noch Zeit, um in den Spielrhythmus zu kommen.

Der Hainichener Trainer hat in den vergangenen Jahren miterlebt, wie eng es in der Mittelsachsenklasse zugeht. Nach dem Abstieg aus der 2016 schrammten die Hainichener im vergangenen Jahr haarscharf an der Rückkehr vorbei, da der SV Mulda am letzten Spieltag in der Nachspielzeit traf und seinerseits aufstieg. In diesem Jahr hatten die HFV-Kicker den Aufstieg sogar in der eigenen Hand. Doch das torlose Remis gegen Siebenlehn beim Saisonfinale reichte nicht. (rosd)

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