Edelmetallsuche an der Elbe

Die Nachwuchsschwimmer des ATSV Freiberg haben in Dresden gleich doppelt überzeugt. Sie sammelten nicht nur viele Medaillen, sondern stellten auch neue Bestzeiten auf.

Freiberg.

Die jungen Schwimmer des ATSV Freiberg haben bei den sächsischen Landesmeisterschaften sowie der Talentiade und den Landesjugendspielen in Dresden mit starken Leistungen aufgewartet. Insgesamt fischten die ATSV-Talente elf Medaillen aus den Becken der Landeshauptstadt und stellten zudem mehrere persönliche Bestzeiten auf.

Alle Sportler gingen "hoch motiviert und in Bestform an den Start", lobt Birgit Weßolowski, die Trainerin des ATSV Freiberg. Ein eindeutiges Indiz dafür: Die zahlreichen Bestzeiten, die von ihren Schützlingen aufgestellt wurden - lediglich bei acht von insgesamt 44 Starts wurde dieses Ziel knapp verfehlt. Die meisten Medaillen sicherte sich Kristin Bergmann. Die Elfjährige, die bereits bei den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften Bronze gewann, siegte in ihrer Spezialdisziplin über 50 Meter Rücken und verpasste über die gleiche Strecke im Freistil nur hauchdünn die Goldmedaille. Zudem schwamm sie in den Wettbewerben jeweils persönliche Bestzeit. Für eine positive Überraschung sorgte Aileen Bierwagen, die nicht nur auf der ihrer Lieblingsstrecke über 50 m Freistil gewann, sondern sich auch über die doppelte Distanz durchsetzte. Die Zehnjährige steigerte ihre Bestzeit um über drei Sekunden auf 1:16,48 Minuten. Auch über 50 m Rücken überzeugte sie mit Bronze, den starken Auftritt rundete ein 6. Rang über 100 m Rücken ab.

Im Jahrgang 2009 feierten die Freibergerinnen zudem ihr bestes Mannschaftsergebnis. Im 41-köpfigen Starterfeld über 50 m Freistil kamen Johanna Schierz als Fünfte, Theresa Weigelt als Sechste und Mia Frisch als 16. ins Ziel. Am meisten überraschten aber die beiden achtjährigen Luke Schmiedel und Janis Tanneberger. "Ihre Leistung in der AK 9 hat selbst die Trainer sprachlos gemacht", sagt Birgit Weßolowski. Über 50 m Schmetterling lieferten sie sich einen Zweikampf, bei dem am Ende 13 Hundertstel über Silber und Bronze entschieden - mit dem besseren Ende für Luke Schmiedel. "Damit wurde das vorgegebene Ziel, unter die Top Sechs zu kommen mehr als erreicht", so die ATSV-Trainerin. Schmiedel gewann zudem Bronze über 50 m Delfin und wurde Fünfter über 50 m Rücken.

Eine weitere Bronzemedaille holte sich Tim Heinrich über 50 m Freistil. Aber auch alle anderen Aktiven gaben ihr Bestes, lobt Weßolowski. Tim Heinrich, Erik Heinrich, Janis Tanneberger, Linnea Belger und Theresa Weigelt schwammen in die Top Ten und trugen damit zu Platz 6 in der Mannschaftswertung unter den 31 Mannschaften bei.

Auch am Ende der Veranstaltung, als die besten Leistungen jedes Jahrgangs ausgezeichnet wurden, sahnte der ATSV ab: Aileen Bierwagen erhielt die Ehrung im Jahrgang 2009, Luke Schmiedel sorgte für das beste Gesamtergebnis im Jahrgang 2010.

Der Doppelbelastung von zwei Wettkämpfen an einem Wochenende stellten sich Johanna Schierz, Mia Frisch, Luke Schmiedel, Tim und Erik Heinrich bei den Landesjugendspielen. Dort erwies sich Schmiedel als fleißigster Medaillensammler - er siegte über 50 m Schmetterling und 100 m Rücken und gewann Silber über 50 m Freistil. Einen unerwarteten Sieg steuerte Erik Heinrich über 50 m Kraul bei, während sich Johanna Schierz nicht nur über Bronze auf der 50-m-Rücken-Strecke freuen konnte, sondern auch über die vollständig erfüllte E-Kader-Norm des Sächsischen Schwimmverbandes. Dieses Ziel verfehlte Mia Frisch trotz vier neuer Bestleistungen knapp. Tim Heinrich blieb nur der Titel als Pechvogel des Tages: Er wurde bei vier Starts dreimal unglücklicher Vierter. (bwe/frgu)

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