"Ein geiles Derby"

Die Handballer der HSG Freiberg II haben das Verbandsliga-Duell gegen Rotation Weißenborn mit 24:23 gewonnen. Die Gäste wachten in einem intensiven Spiel zu spät auf.

Freiberg.

Das Aufeinandertreffen der HSG Freiberg II und des Aufsteigers Rotation Weißenborn hat in der Handball-Verbandsliga auf den Rängen Maßstäbe gesetzt. Denn immerhin rund 300 Fans wollten das Duell der beiden Ortsnachbarn in der Ernst-Grube-Halle sehen. Dabei bekamen sie durchaus ansprechende Kost serviert, und am Ende hatte die Freiberger Oberliga-Reserve knapp die Nase vorn: 24:23 (12:8) stand nach 60 Minuten auf dem Tableau.

"Wir haben uns gegenüber den letzten Spielen steigern können und von Beginn an aus einer starken Abwehr agiert", sagte HSG- Coach Markus Lehmann. Philipp Hengst habe in entscheidenden Situationen Verantwortung übernommen, zudem erwischte Torhüter Ehab Ben Husen einmal mehr einen ausgezeichneten Tag, lobte Lehmann. Zudem schafften es seine Männer, sich auf die Spielweise des Gegners, der vor dem Derby in der Tabelle vorbeigezogen war, einzustellen.

Das Geschehen gestaltete sich zunächst ausgeglichen (5:5/16.). "Aber dann haben wir etwas nachgelassen und so den Freibergern gestattet, auf vier Tore davonzuziehen", erklärte Weißenborns Trainer Jens Peschke. "Davon haben wir uns eigentlich nie richtig erholt." Kurz nach Wiederanpfiff lagen die Gastgeber 14:9 in Front, mussten dann aber hinnehmen, dass Rotation den Anschluss zum 15:16 (41. ) markierte. Durch Treffer von Hengst und Routinier Martin Steinfeld konnten sich die Freiberger wieder etwas befreien und legten ein 19:15 vor. Doch Rotation gab sich nicht geschlagen und schaffte durch Sebastian Fischer erneut den Anschluss (19:20/50.). Torjäger Derik Zojdz stellte in der 57.Minute sogar auf 22:22.

Freiberg wackelte aber nicht. Erneut Hengst und Richard Wolowski stellten mit ihren Treffern die Weichen endgültig auf Sieg. Aus Sicht von Markus Lehmann war es "ein geiles und intensives Derby". Doch trotz aller Brisanz - es war das erste Pflichtspiel beider Rivalen seit 15Jahren - sei es ein faires Spiel gewesen, urteilte der Freiberger Trainer. Sein Gegenüber wollte den Ausgang der Begegnung nicht in Frage stellen. "Freiberg hat das Spiel 50 Minuten lang dominiert. In den letzten Minuten hätte es noch etwas für uns werden können, aber da stand auch immer wieder der starke Torhüter der HSG dagegen", sagte Jens Peschke. Dennoch habe seine Mannschaft eine gute Leistung abgeliefert. "Um etwas mitnehmen zu können, wäre aber eine sehr gute Leistung nötig gewesen", so der Rotation-Trainer.

Dennoch dürfte er nach der Hinrunde mit der Bilanz seiner Männer zufrieden sein. Der Aufsteiger steht mit 15:7 Zählern auf Platz 5 der Tabelle, unmittelbar hinter der punktgleichen HSG Freiberg II.

StatistikHSG II: Ben Husen, Bergunde; Morgenstern, Steinfeld (8), Ziemey, Oehme (3), Lehnert (3), Rehnert, Haufe (2), Hengst (4), Jehmlich (2), Wolowski (2/2), Jaeger - Rotation: Quint, Kalcher; Kosterlitzky (3), Bladeck, Neubert (2), Kirschenmann, Zojdz (6/2), Djurperovic, Bartzsch (2), Fischer (2), Gutsche, Schwarz (8)

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