Eine Halbzeit gut mitgehalten

Die Fußballer von Fortschritt Lunzenau sind in der ersten Runde des Sachsenpokals ausgeschieden. Bei der 0:4-Niederlage gegen Motor Wilsdruff hatten sie sogar die Chance auf die Führung.

Lunzenau.

Am Ende hat sich der Favorit am Sonntag doch noch klar durchgesetzt: Mit einem 4:0 (2:0)-Erfolg bei Fortschritt Lunzenau zog Landesliga-Aufsteiger Motor Wilsdruff in die zweite Runde des Sachsenpokals ein. Bei den Gastgebern überwog nach Abpfiff aber dennoch der Stolz.

"Meiner Meinung nach haben wir gegen Wilsdruff noch besser gespielt als im Kreispokalfinale gegen Lichtenberg", sagte der Lunzenauer Trainer Lars Berger nach Abpfiff. "Mit so einer Leistung können wir auch einige Spitzenteams in der Mittelsachsenklasse ärgern." In der Tat boten die Hausherren den Gästen in der ersten Halbzeit ordentlich Paroli. Mutiges, frühes Anlaufen und schnelles Umschaltspiel waren zunächst die Ursachen dafür, dass sich die Wilsdruffer in die ein oder andere Unsicherheit stürzten. Und dabei hatten die Lunzenauer nach gut 20Minuten die Riesenchance zur Führung: Nach einem Ballgewinn von Andreas Großer liefen drei Fortschritt-Spieler auf einen Wilsdruffer Abwehrmann zu, doch Franz Gebhardts Abschluss ging danach total daneben.

Danach wurde die Partie etwas hitziger, doch die Gäste bewahrten kühlen Kopf und erzielten die Tore zum richtigen Zeitpunkt. Tom Hartung (28., 40.) schnürte noch vor der Pause einen Doppelpack. Zwischenzeitlich hatte Til Genrich noch eine Möglichkeit, verzog seinen Linksschuss aus 16 Metern allerdings.

In der zweiten Halbzeit waren die Gäste dann klar spielbestimmend. Bei den Lunzenauern, die in dieser Saison drei Ligen tiefer als die Wilsdruffer spielen, schwanden zusehends die Kräfte. Stührenberg und Wollmann erhöhten noch zum 0:4. Eine höhere Niederlage verhinderten die Lunzenauer mit viel Wille und Leidenschaft. "Für uns war das hier das Bonusspiel und am Ende ist es schade, dass wir einen unserer Nadelstiche nicht veredeln konnten", sagte Vereinschef Tommy Haeder. Eine Großchance hatte Gebhardt noch kurz vor Schluss, doch sein Schuss klärten die Wilsdruffer vor der Torlinie, zudem wurde ein Schuss von Mäßig gehalten.

"Auf diese Leistung können wir dennoch aufbauen", so Haeder. "Und ich glaube, dass wir mit mehr Konstanz in der kommenden Saison auch in der Liga etwas weiter oben mitmischen können." Mit diesem Eindruck war der Vereinschef mit Trainer Berger auf einer Linie. "Ich denke, dass die Jungs im Pokalspiel noch etwas für die Saison mitgenommen haben, vor allem was Tempo und Handlungsschnelligkeit angeht. Konditionell waren die Wilsdruffer in der zweiten Halbzeit natürlich auf einem anderen Niveau." Nach dem Bonusspiel beginnt für die Lunzenauer am Sonntag die neue Punktspielsaison mit einer Auswärtspartie bei der SG Dittmannsdorf. "Wenn wir läuferisch und kämpferisch wieder so auftreten, bin ich optimistisch für die Saison", sagte Berger.

Statistik Lunzenau: Mehner - Schubert, Tim Dombrowski, Tom Dombrowski, Sparschuh - Genrich (73. Graf), Naumann (20. Schneider/ 45. Grune), Mäßig, Petro - Gebhardt, Großer - Tore: 0:1, 0:2 Hartung (28., 40.), 0:3 Stührenberg (58.), 0:4 Wollmann (79.) - Schiedsrichter: Reiche (Leipzig) - Zuschauer: 116

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