Empor-Spieler im Halbfinale knapp gescheitert

Beim 2. German-Cup im Eurokegel, einer noch jungen Billard-Disziplin, sind fünf Freiberger an die grünen Tische gegangen. Am Ende gab es sogar eine Medaille.

Daniel Thiele, Thoralf und Sylke Weidner, André Hehne sowie Christopher Pleyer (v.l.) sind beim 2. German-Cup der Billardkegler erfolgreich gewesen. Hehne durfte sich sogar über Bronze freuen.

Von Matthias Heinke

Das Finale wäre durchaus möglich gewesen, doch am Ende stand beim 2. German Cup im Eurokegel "nur" Rang 3 für André Hehne vom BC Empor Freiberg zu Buche. Der 36-jährige teilte sich Bronze mit Siegfried Jeschky vom SV Blau-Weiß Neschwitz, da in dieser noch jungen Spezialdisziplin des Billardkegelns - wie bei anderen Sportarten - kein kleines Finale ausgespielt wird.

Ausschlaggebend war die knappe 1:3-Niederlage im Halbfinale gegen Ronny Neumann vom SV Leukersdorf, einen Topspieler im Eurokegel. "Das war ein äußerst spannendes Spiel auf einem sehr hohen Niveau, das auch anders hätte ausgehen können. Darin waren sich alle einig", sagte Hehne, der seit sechs Jahren unter anderem für den BC Empor an die Tische tritt. In einer anderen Disziplin des Billardkegelns spielt er für den Conradsdorfer SV.

Wie eng es in dieser Vorschlussrunde tatsächlich zuging, zeigt die Satzanalyse. Neumann hatte durch ein 100:78 im ersten Durchgang vorgelegt, Hehne durch das 100:82 im zweiten ausgeglichen. Den dritten (100:94) und vierten Satz (100:92) holte sich der rund zehn Jahre ältere Erzgebirger mit hauchdünnem Vorsprung und dem nötigen Quäntchen Glück. Gespielt wird pro Satz bis zu 100 Punkten.

Der gebürtige Freitaler Hehne war zunächst mit nur einem Satzverlust souverän durch seine Vorrundengruppe marschiert. "Im Viertelfinale habe ich dann Lokalmatador Holger Kroke vom BC Buer in allen drei Gewinnsätzen fast Schneider gespielt", freute sich der Radladerfahrer und Anlagenführer, der aber auch seinen Teamkollegen Lob zollte. "Vor allem Daniel Thiele und Thoralf Weidner haben mit ihren Platzierungen gezeigt, dass sie sich in dieser Disziplin ständig weiterentwickeln", so Hehne.

Gemeinsam mit den anderen am Start befindlichen Sachsen verfolgte er aber noch ein weiteres Ziel: "In den alten Bundesländern ist Billardkegeln bei weitem nicht so verbreitet wie bei uns im Osten. Das Turnier war eigentlich eine wunderbare Werbung für unseren Sport." Dennoch sei es schade, dass insgesamt nur 17 Teilnehmer gezählt wurden - darunter allein aus Sachsen fünf von Empor, drei vom WSV Chemnitz sowie je zwei vom SV Leukersdorf und SV Sachsen Müglitztal.

Das Turnier gewann der ehemalige Empor-Spieler Eric Baldermann, der seit mehreren Jahren für den SV Leukersdorf (Erzgebirge) spielt. Der 29-Jährige bezwang im Finale seinen Vereinskollegen Ronny Neumann mit 3:1 Sätzen. Für Baldermann war es eine gelungene Generalprobe für die "International Eurokegel Team-Championship" Ende des Monats in Gyomaendröd (Ungarn).

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