Ex-Profis liefern Toreshow

Beim Traditionscup liefen viele ehemalige Bundesligaspieler über den Lunzenauer Rasen. Für viel Vergnügen bei den Zuschauern sorgte vor allem der Torhüter der Bundesliga-Auswahl Ost.

Lunzenau.

Beim Fußball-Blitzturnier in Lunzenau haben die knapp 350 Zuschauer eine Menge Bundesliga-Erfahrung im Stadion an der Rochlitzer Straße gesehen. Mittendrin war auch die Altherren-Mannschaft von Fortschritt Lunzenau, die sich gegen die Traditionself aus Mönchengladbach (unter anderem mit Karlheinz Pflipsen und Jörg Albertz) und die Bundesliga-Auswahl Ost (Dariusz Wosz, Damian Halata) beweisen wollte.

Der sportliche Aspekt stand dabei aber im Hintergrund. "Es ging sehr freundschaftlich zu", sagte der Lunzenauer Vereinschef Tommy Haeder, "auch wenn die Gladbacher uns im ersten Spiel ganz schön in die Mangel genommen haben". Das 40-minütige Spiel gegen die "Weißweiler-Elf" verloren die Gastgeber deutlich mit 1:10. Im zweiten Spiel gegen die Ost-Auswahl ging es dann etwas spannender zu, "und auch deutlich unterhaltsamer", sagte Haeder schmunzelnd. Bei der 3:6-Niederlage der Lunzenauer kamen vor allem die Zuschauer in Stimmung. Besonders der ehemalige Cottbuser Bundesliga-Torwart Tomislav Piplica sorgte für viel Gelächter. "Er ist oft mit über die Mittellinie gegangen und hat versucht, einige Spieler auszudribbeln." In einer Szene habe er angetäuscht, den Ball an der Mittellinie mit der Hand zu stoppen. Der heraneilende Stürmer war daraufhin so verdutzt, dass er einfach stehen geblieben ist. "Das ist schon sehr amüsant gewesen", sagte der Vereinschef.

Das Spiel um den Turniersieg gewann die Ostauswahl mit 4:2 gegen die nicht mehr ganz jungen Fohlen. Einige Zuschauer fühlten sich kurzzeitig in das Jahr 2002 zurückversetzt, als der Keeper der Ost-Auswahl auf dem Lunzenauer Rasen vortäuschte einen hohen Ball mit dem Kopf zu klären. Aber diesmal ging es gut. Beim Bundesliga-Spiel zwischen Energie Cottbus und Borussia Mönchengladbach landete der Ball vor 17 Jahren im Tor.

"Insgesamt war es ein schönes Turnier, auch wenn wir uns mehr Zuschauer gewünscht hätten." Angesichts der schlechten Wetterbedingungen könne Haeder es aber verstehen. "Der guten Stimmung tat das trotzdem keinen Abbruch."

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