Ex-Stürmer legt Augenmerk auf Abwehr

Thomas Brumme ist seit einem halben Jahr Trainer bei den Rochlitzer Fußballern. Dem Team fehlt aber ein Torjäger, wie er es zu seiner aktiven Zeit war.

Rochlitz.

Dem Fußballtrainer Thomas Brumme würde der junge Fußballspieler Brumme in dieser Mittelsachsenliga-Saison beim BSC Motor Rochlitz sicherlich gut tun. "Doch die Zeiten sind vorbei", wiegelt der ehemalige Oberliga-Stürmer des damaligen SV 1919 Grimma ab. 29 Mal traf er in der Oberliga. "Das ist eine der Lottozahlen, mit denen ich spiele", sagt er schmunzelnd. Die Tore beim Rochlitzer Verein, bei dem er 2013 seine aktive Karriere als Torschützenkönig der Mittelsachsenliga beendet hatte, müssen nun andere schießen.

Dass im Offensivbereich ein Manko der Rochlitzer liegt, wurde beim leistungsgerechten Unentschieden (1:1) gegen Kreisoberligist Alemannia Geithain in der vergangenen Woche deutlich. Zu viele Großchancen ließen die Rochlitzer liegen. Dabei lief es in den Testspielen davor besser, denn da trafen die Rochlitzer in zwei Partien gleich 15Mal. "Allerdings waren das Gegner, die sich im Neuaufbau befinden. Das dürfen wir nicht überbewerten."

Das Hauptaugenmerk legt der 42-jährige Übungsleiter in der Vorbereitung ohnehin auf die Abwehrarbeit. "Wer wie wir in der vergangenen Saison 70 Gegentore kassiert hat, muss da naturgemäß ansetzen", sagt der ehemalige Goalgetter, der inzwischen Grundschullehrer an der Goetheschule in Burgstädt ist.

Seine pädagogischen Fähigkeiten sind da manchmal auch im Verein gefragt. "Die Zeiten haben sich geändert, speziell was die Trainingsbeteiligung angeht", sagt er. "Wenn ich früher so oft gefehlt hätte wie einige Spieler inzwischen, hätte ich am Wochenende nie gespielt." Dennoch scheint die Verbindung zu seinen Spielern gut zu sein. "Nach dem Rücktritt von Steffen Bergmann zu Beginn der Rückrunde war ich eigentlich nur für ein Spiel vorgesehen", sagt Brumme. "Doch die Jungs wollten, dass ich weitermache." Dass die Rückrunde alles andere als verheißungsvoll verlief, daraus macht der BSC-Coach keinen Hehl. In einem Pflichtspiel kann er noch immer keinen Heimsieg bejubeln. "Ich stehe dennoch gern zur Verfügung, um den Umbruch weiter mitzugestalten. Unser primäres Ziel muss nach dieser Rückrunde der Klassenerhalt sein." Das Auftaktprogramm ist dabei schon knackig. Am Freitag müssen die Rochlitzer im Eröffnungsspiel bei Germania Mittweida II bestehen. "Für mich sind sie mit den Neuzugängen um Silvio Grötzsch der Meisterschaftsfavorit", so Brumme. Danach folgt das erste Heimspiel gegen die Zweitvertretung des BSC Freiberg, eine Woche später geht es zum Derby nach Geringswalde. Die Offensiv-Abteilung ist also schon in den ersten Spielen gefordert.

Die Generalprobe für den Punktspielauftakt am Freitag mussten die Rochlitzer allerdings absagen. Für das Spiel in Bräunsdorf bekamen sie am Wochenende keine Mannschaft zusammen, was den Trainer ärgerte.

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