Experte für weite Einwürfe

Andreas Hönig von den Sachsenliga-Fußballern aus Mittweida sorgt mit seiner Qualität stets für Gefahr im gegnerischen Strafraum. Am Sonntag soll das auch gegen Neusalza-Spremberg klappen.

Mittweida.

Dass Einwürfe und weite Flanken ein beliebtes Stilmittel des Angriffsfußballs von Germania Mittweida (12. Platz/10 Punkte) sind, dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben. Mit Tommy Wilsdorf und Andreas Hönig gibt es im Team sogar zwei "Einwurf-Experten" - und Hönig verdankt sein bisher einziges Saisontor sogar seiner Wurfkraft.

Beim 2:1-Auswärtssieg in Niesky im September brachte ein weiter Einwurf Hönigs den zwischenzeitlichen Ausgleich. Nachdem der 24-Jährige den Ball in den Strafraum warf, fand dieser irgendwie den Weg über die Torlinie. "Dass der Schiedsrichter am Ende mir das Tor gutgeschrieben hat, hat mich gewundert", sagt der Innenverteidiger schmunzelnd. "Nach seiner Auslegung müsste ich es ja dann mit dem Einwurf erzielt haben, was ja nicht regelkonform ist."

Dass Andreas Hönig weit werfen kann, hat er schon früh festgestellt. "Doch unser Einwurfspezialist ist immer Tommy Wilsdorf gewesen", erinnert er sich. Als dieser verletzt war, trainierte Hönig verstärkt die Einwürfe. "Neben ein wenig Talent helfen da sicherlich auch die Medizinbälle im Trainingslager", sagt der Verteidiger, der aufgrund seiner Größe eigentlich auch als Verwerter in Frage kommt. "Ich bin aber eher der Typ, der die Kopfbälle in der Abwehr besser beherrscht, weil ich da ein besseres Timing habe."

Das braucht er auch am Boden, denn die Unterschiede zwischen Landesklasse und Landesliga seien durchaus groß, sagt er. "Wir haben nun gar nicht mehr viel Zeit, um Entscheidungen zu treffen. Das Spiel ist schneller und auch aggressiver", so Hönig, der bei einem regionalen Getränkeunternehmen als Staplerfahrer arbeitet. "Wir lernen noch in jedem Spiel dazu und müssen vor allem unseren Torwart verstärkt einbeziehen."

Im Aufsteigerduell gegen den FSV Neusalza-Spremberg aus Ostsachsen wartet auf die Mittweidaer am Sonntag ein richtungsweisendes Duell. Inzwischen ist der Punktevorsprung auf die Abstiegsplätze fast weg. "Wir wussten, dass es schwer wird und haben die Fehler der vergangenen Partie angesprochen", so Hönig. Die Stimmung im Team sei gut. "Wenn wir unsere Aufgaben im Verbund lösen, ist sicherlich einiges möglich." Die Köpfe lasse keiner hängen, so der Innenverteidiger. "Wir kennen uns alle seit vielen Jahren, und es sind daraus auch Freundschaften entstanden." Hönig selbst spielt seit der F-Jugend bei Germania und hat in der Saison 2012/2013 schon einmal in der Landesliga gekickt - damals aber bei den Junioren unter anderem mit Toni Hahn sowie Kevin und Robin Frieden. "Aber zwischen A-Jugend und Männern ist es ein Unterschied wie Tag und Nacht."

Fußball-Sachsenliga - So., 14 Uhr: SV Germania Mittweida - FSV Neusalza-Spremberg (Stadion am Schwanenteich)

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