Falkenauer Kickerinnen nicht zu stoppen

Mit einem 4:2-Sieg bei der SpG Auerswalde haben die TSV-Fußballerinnen die Chance auf das Double gewahrt. Die Erfolgsgeschichte geht damit auch in dieser Saison weiter.

Falkenau.

In einer Sache sind sich am Sonntagmittag alle Zuschauer des Kreispokal-Halbfinals zwischen den Kickerinnen der SpG Auerswalde/Sachsenburg und des TSV Falkenau einig gewesen: Angesichts der brütenden Mittagshitze haben beide Mannschaften ein temporeiches Spiel gezeigt. Das glücklichere Ende hatten dabei die Falkenauerinnen für sich. Sie zogen durch den knappen 4:2-Sieg nach Verlängerung ins Endspiel ein, das am 30.Juni in Lunzenau ausgetragen wird.

"Es war eine ausgeglichene Partie, und am Ende waren wir die glücklichere Mannschaft", sagte der Falkenauer Trainer Marko Kuche, der nun mit seinem Team zum vierten Mal in Folge den Kreispokal gewinnen kann. Dabei trifft der TSV auf die SpG Voigtsdorf/Sayda/Bobritzsch. "Ich sehe uns da jedoch nicht zwingend als Favoriten, da solche Spiele oft von der Tagesform abhängig sind", sagt der 49-jährige Trainer, der die TSV-Damen in der sechsten Saison betreut. Das erste Jahr habe man gebraucht, "um uns zu finden", so Kuche. Doch schon 2015 gab es den ersten Titel.

Auch in dieser Saison durften die Falkenauerinnen bereits jubeln. In der Meisterrunde setzten sie sich schnell ab und tüteten Platz 1 bereits vor Wochen ein. "Sicherlich kam uns dabei auch der neue Modus entgegen, bei dem die Punkte aus den direkten Duellen gegen die anderen Teams der Meisterrunde mitgenommen werden", so Kuche. Im vergangenen Jahr ging es in der Meisterrunde noch bei Null los. "Damals mussten wir einige Partien sogar in Unterzahl bestreiten - an den Titel war da nicht zu denken." Unter anderem, weil damals zwei wichtige Spielerinnen Mutterfreuden entgegenblickten. Kuches Tochter Darlene war eine von beiden und kehrte im Frühjahr nach der Geburt von Zwillingen zurück ins TSV-Team.

So erfolgreich, wie die Falkenauer Damen in den vergangenen Jahren agierten, würde sich eigentlich ein Versuch auf dem Großfeld in der Landesklasse anbieten. Doch Kuche wiegelt ab: "Es gab aus Lichtenberg vor kurzem eine Anfrage, eine Spielgemeinschaft zu bilden. Doch die Fahrtwege sind zu weit." In Falkenau selbst reicht es nicht, um aufs Großfeld zu gehen. "Wir haben derzeit nur elf Spielerinnen im Kader", sagt Kuche, der seit 27 Jahren in Mittelsachsen wohnt und Anfang der 1990er Jahre für Optik Rathenow in der Brandenburgliga spielte. Im Pokalspiel hatte er trotz der Hitze nur zweimal wechseln können.

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