Fanliebling springt aufs Podest

Motocross-Pilot Richard Leißner vom MSV Hainichen hat bei zwei Läufen in der Lehmgrube überzeugt. Sein junger Vereinskollege Tim Engelmann darf auf den Gesamtgewinn der Sachsenmeisterschaft hoffen.

Hainichen.

Es waren zwar nur wenige Starter des MSV Hainichen, die am Sonnabend auf der staubigen Piste in der Lehmgrube dabei waren, aber zwei von ihnen waren ganz besonders erfolgreich: Tim Engelmann steht in der Bambini-Klasse kurz vor dem Gewinn der Sachsenmeisterschaft, Richard Leißner hat in der Master-Klasse seine Chancen auf einen Podestplatz zum Saisonende gewahrt.

Dass es in der Masterklasse für Richard Leißner nicht mehr für ganz nach vorne in der Gesamtwertung reicht, hatte der 24-Jährige, der für den MSV Hainichen sowie das Motorrad-Team Köthe aus Chemnitz an den Start ging, schon vor dem Rennwochenende in der Lehmgrube gesagt. Seine Fans ließen sich dennoch nicht abbringen, ihn auch sichtbar zu unterstützen. Einige hatten Blätter mit der Aufschrift "RL125" angefertigt und fieberten auf dem Hang hinter dem Vorstart mit.

Im ersten von zwei Wertungsläufen war es ein einsames Rennen für den Lokalmatador. Der Lugauer Jan Uhlig, der noch im vergangenen Jahr in der Europameisterschaft fuhr, zeigte seine Erfahrung und fuhr schnell dem gesamten Feld auf und davon. Dahinter konnte sich Leißner auf seiner Husqvarna den zweiten Platz und damit 22 Punkte sichern, im zweiten Wertungslauf wurde er Dritter und musste noch seinem Vereinskollegen Jeremy Sydow den Vortritt lassen. "Jeremy ist allerdings EM-Fahrer, sodass seine Platzierung nicht für die Sachsenmeisterschaft gewertet wird", sagte MSV-Vorsitzender Danny Stessun.

Der Vereinschef blickt auf ein erfolgreiches Wochenende zurück. "Wir hatten wie bei den Rennen zum Flöha-Pokal im August wieder zirka 500 Zuschauer bei uns. Leider war es aufgrund der Trockenheit teilweise sehr staubig", bedauerte er. Doch zwischen den Läufen wässerten die Streckenposten die Piste immer wieder neu. Zudem habe es kleinere Unfälle gegeben. "Doch das ist bei einem Motocross-Rennen normal. Größere Blessuren hat niemand davongetragen", so Stessun.

Der jüngste MSV-Pilot zog am Samstag in der Lehmgrube seine ganz eigene Show ab. Tim Engelmann dominierte am gesamten Tag das Fahrerfeld in der Bambini-Klasse, die natürlich noch nicht über die ganz großen Hügel geschickt wurde. Bereits bei den freien Trainings sowie im Zeittraining war der Name des Achtjährigen ganz oben auf den Listen zu lesen und auch im ersten Wertungslauf übernahm er nach dem Start sofort die Spitze, baute die Führung Runde für Runde aus und drehte dennoch weiter am Gashebel. Auch den zweiten Lauf dominierte er, sicherte sich somit 50 Punkte und konnte seinen Gesamtvorsprung in der Sachsenmeisterschaft ausbauen. "Es gibt wirklich nichts zu beanstanden. Tim ist super gefahren und hat die Maximalpunktzahl eingesackt", lobte Vater Tino Engelmann. Sechs Wertungsläufe sind es für den Achtjährigen noch, zwei davon schon am kommenden Wochenende in Thurm.

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