Fernsehabend statt Wurftraining

Die erfolgreiche deutsche Handball-WM wirkt sich auch auf die Männer des TSV Fortschritt Mittweida aus. Vor dem Auswärtsspiel beim HC Fraureuth gibt es für sie nur Anschauungsunterricht.

Mittweida/Rochlitz.

Eigentlich könnten die Bezirksliga-Handballer des TSV Mittweida (6./13:11) an diesem Freitag ihr Abschlusstraining vor dem Auswärtsspiel beim HCFraureuth (7./11:13) ohne Störungen absolvieren. Keine gesperrte Halle und viele gesunde Spieler sprechen dafür. Doch die Handbälle werden wohl nicht durch die Halle am Schwanenteich fliegen. Die Blicke der TSV-Männer richten sich eher nach Hamburg, wo die DHB-Auswahl an diesem Freitag gegen Norwegen um den Einzug ins WM-Finale kämpft.

"Das deutsche Halbfinale findet genau zur Trainingszeit der Männer statt", sagt die Mittweidaer Handball-Abteilungsleiterin Grit Kopasz. Natürlich hat die WM-Euphorie auch den Mittweidaer Kader erfasst. "Ich denke mal, dass die Jungs sich einen Fernseher hinstellen und das Halbfinale gemeinsam schauen." Im Jugendbereich habe laut Kopasz der Handballverband Sachsen für Sonntagnachmittag schon vorgesorgt und viele Partien aufgrund des Finaltermins abgesagt. "Dass in der Männer-Bezirksliga alle Partien am Samstag stattfinden, ist aber eher Zufall."

In Fraureuth haben die Mittweidaer die Chance, sich mit einem Sieg wieder an die oberen Tabellenregionen heranzupirschen. "Allerdings kann in dieser Saison da oben jeder jeden schlagen, sodass oft die Tagesform entscheidet", so Kopasz.

Die Bezirksliga-Frauen des TSVPenig (11./3:19) hätten am Sonntag um 12 Uhr eigentlich eine Mittagsschicht beim HC Glauchau/Meerane II (7./9:15) einlegen müssen, doch die Partie wurde seitens der Penigerinnen abgesagt, wie Staffelleiter Jürgen Bengel bestätigte. "Aufgrund des Finales haben wir den Vereinen die Möglichkeit gegeben, eine Spielverlegung zu beantragen. Von Penig ist so eine Bitte bei mir eingegangen", so Bengel.

In der 1. Bezirksklasse steht am Samstag ein mittelsächsisches Frauen-Derby an. Der BSC Motor Rochlitz (10./10:14) empfängt Fortschritt Mittweida (6./12:12). Bei den Rochlitzerinnen kollidiert die Trainingszeit an diesem Freitag nicht mit dem Halbfinale der deutschen Männer. "Wir können bis 19.30 Uhr ganz normal trainieren und das deutsche Spiel gegen Norwegen dann entspannt schauen", sagt BSC-Trainer Daniel Eckelt. Bei den Rochlitzer Männern, die in der 2. Bezirksklasse am Samstag auf Tanne Thalheim treffen, sieht das schon anders aus. "Sie überlegen, ob sie am Freitag noch eine Stunde trainieren und dann das Halbfinale schauen."

Eckelts Damen-Team kann nach dem überraschenden Sieg beim Tabellendritten HC Annaberg-Buchholz nun endgültig ins Mittelfeld der Bezirksklasse klettern. Dabei können sich die Frauen durchaus einiges von den DHB-Männern abschauen. "Gerade die Beinarbeit in der Abwehr und das gegenseitige Motivieren sind zwei Grundsteine für den Erfolg." Allerdings werden die Mittweidaerinnen nach ihrer 21:25-Niederlage gegen Rochlitz im Hinspiel auf Revanche aus sein.

In der 2. Bezirksklasse sind auch die Handballer der HSG Striegis (8./4:14) gefordert. Sie empfangen am Samstag in Hainichen den ZHC Grubenlampe III (5./7:11) und brauchen Punkte im Abstiegskampf.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...