Fix unterwegs und treffsicher

Hinter dem Zschopauer KTM-Team von Harald Sturm liegt eine überaus erfolgreiche Saison. Dies hat aber nicht nur mit den Resultaten in der Enduro-Meisterschaft zu tun.

Zschopau.

Zu den Schützlingen von Harald Sturm gehören viele erfolgreiche Endurosportler. Fünf nationale Meisterschaftssiege konnten sie 2018 einfahren. Doch die Titelsammlung war damit noch nicht komplett, denn auch im Motorrad-Biathlon sorgte ein Starter des Zschopauer KTM-Teams für Furore. Gemeint ist Kai Fröhner.

Für den 39-jährigen Hennersdorfer war es eine Saison wie aus dem Bilderbuch. Fröhner, der im Motorrad-Biathlon seit 2005 von Erfolg zu Erfolg eilt, trat in diesem Jahr gleich in drei verschiedenen Klassen an. "Mit meiner 250er-Viertakt-Maschine habe ich dafür die besten Voraussetzungen", sagt er. Damit startete er nicht nur in seiner angestammten Kategorie, sondern auch in der hubraumoffenen Open-Klasse und bei den Ü-35-Senioren. Ein Mammut-Programm, denn die einzelnen Rennen werden an einem Tag gefahren. "Es gibt nicht viele, die so eine Dreifach-Belastung in Kauf nehmen. Und über das komplette Jahr gesehen, bin ich letztlich der Einzige, der das so durchgezogen hat", berichtet der Familienvater sichtlich stolz. Mit seiner Teilnahme an der sächsischen wie auch an der mitteldeutschen Meisterschaft absolvierte er ein knappes Dutzend Veranstaltungstage und stand dabei fast immer auf dem obersten Treppchen.

Ein Rennen im Motorrad-Biathlon dauert um die 45 Minuten, welches mit Le Mans-Start, also mit einem Sprint zum Motorrad beginnt. Die zu fahrende Rundenzahl wird je nach Streckenlänge festgelegt. Der Kurs führt ausschließlich durchs Gelände, meist in Kombination mit einer Motocross-Strecke. Zudem gibt es ein Schießen mit maximal sechs Schuss auf fünf Scheiben. "Damit habe ich keinerlei Probleme. Ich konnte mir sogar das ausgeschriebene kleine Bonusgeld für den jahresbesten Schützen sichern", lacht der treffsichere Fahrer, der im Motorrad-Biathlon für den MC Neustadt/ Orla antritt. "Dort fühle ich mich perfekt aufgehoben", sagt Fröhner, der nach seinem schweren Trümmerbruch im rechten Fuß Ende 2011 von den Thüringern mit offenen Armen empfangen wurde.

"Für mich war das damals keine Selbstverständlichkeit, zumal ich kurz vor dem Karriere-Aus stand. Aber der Verein hatte großes Vertrauen in mich, dafür bin ich heute noch unendlich dankbar", so der 39-Jährige. Und das Vertrauen zahlt er seither mit grandiosen Leistungen zurück. So auch in diesem Jahr, in dem er sich bei der Deutschen Meisterschaft im nordsächsischen Neiden topfit präsentierte und die Titel in allen drei Klassen einfuhr. "Es war ein perfektes Wochenende", zeigt sich der Erzgebirger zufrieden und bezeichnet sich augenzwinkernd selbst als Vorbereitungsfreak: "Im Vorfeld überlasse ich nichts dem Zufall, was sich letztlich auch immer auszahlt." Sagenhafte 24 DM-Titel im Motorrad-Biathlon hat ihm seine Leidenschaft schon beschert.

In der ebenfalls bei der Deutschen Meisterschaft ausgeschriebenen MZ-Serien-Klasse ging der Titel auch ins Erzgebirge. Der Krumhermersdorfer Mathias Schuster setzte sich in der Nähe von Torgau nach einem Sieg und einem zweiten Platz im zweiten Lauf überlegen in der Gesamtwertung durch. Das gute Abschneiden der regionalen Fahrer in dieser Klasse komplettierten Falk Weißbach (Dittersdorf) als Fünfter sowie Thomas Sandig (Gornau) als Sechster. Zudem gelang Schuster noch ein guter fünfter Platz in der Senioren-Klasse über 45 Jahre.

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