Flinke Füße durchs Blumenmeer

Knapp 470 Aktive haben am finalen Lauf des Lichtenauer Sachsen-Cups teilgenommen. Ein junger Läufer aus Wechselburg sicherte sich dabei den Gesamtsieg.

Lichtenau.

Mit Bravour bewies Jörg Fernbach, dass er bei unterschiedlichen Wetterbedingungen erfolgreich laufen kann. Während der Vizepräsident des Leichtathletik-Verbands Sachsen vor knapp zwei Wochen bei hitzigen Temperaturen in Venedig an den Europameisterschaften teilnahm, lieferte er nun auch bei Regen und 9 Grad Celsius eine ordentliche Leistung ab. Italienisches Wetter gab es beim Lichtenauer Sachsencup zwar nicht, aber die Laufstrecke, die durch das Blumenmeer der Landesgartenschau in Frankenberg führte, gehörte zu den schönsten Strecken in diesem Jahr.

Fernbach freute sich aber nicht nur über seinen vierten Platz in der Gesamtwertung der Altersklasse U70, sondern auch über die zahlreichen Läufer, die zum finalen Rennen der größten Laufserie Sachsens antraten. Es waren 120 mehr als ich erwartet hatte", sagt der 69-Jährige. Auch die Qualität sei wieder sehr hoch gewesen. "Hier kommt die Laufelite des Landes zusammen", so Fernbach, der seit 15 Jahren dabei ist und den Cup auch einmal gewann. Glücklich war er auch über die Teilnahme seines Freundes Armin Zosel, der in Venedig mit der Staffel den Europameistertitel gewann und einen neuen Weltrekord in seiner Altersklasse aufstellte. Mit 85 Jahren gehört Zosel zu den ältesten Aktiven der Laufserie.

Paul Korn, der Marketing-Geschäftsführer der Lichtenauer Mineralquellen, die zusammen mit dem Leichtathletik-Verband Sachsen Veranstalter des Events sind, ließ es sich ebenfalls nicht nehmen, mitzulaufen. "Dafür, dass ich nur wenig trainieren konnte, war ich dann doch zufrieden mit meiner Leistung", sagt Korn, der die 5-Kilometer-Strecke unter 30 Minuten lief. Die Strecke sei in seinen Augen hervorragend gewesen, "auch wenn die ambitionierten Läufer wahrscheinlich gar nicht so oft nach links und rechts geschaut haben".

Das konnte Tom Hammer bestätigen. Für das Talent des TSV Medizin Wechselburg ging es beim abschließenden Start um den Gesamtsieg. Vor dem Lauf teilte er sich zusammen mit Tom Koldewitz (LV Limbach) den 1.Platz. Beide Athleten hatten 113 Punkte gesammelt. Im entscheidenden Rennen spielte Tom Hammer der einsetzende Regen in die Karten. "Ich laufe lieber bei Regen als bei Sonnenschein, das ist deutlich angenehmer und nicht so heiß", so Hammer. Das bewies er dann auf der Strecke. Zu keiner Zeit ließ er seinem Limbacher Kontrahenten eine Chance und holte sich den Gesamtsieg in der Altersklasse U 16. "Ich bin sehr glücklich über den Erfolg, da hier viele gute Läufer dabei sind", sagt der gebürtige Rochlitzer. Groß gefeiert wird aber nicht. "Am Freitag muss ich wieder trainieren, am Samstag steht der nächste Wettkampf in Neukieritzsch an."

Damit gilt der Lichtenauer Sachsencup 2019 als abgeschlossen. Die Läufer, die die Strecke durch Frankenberg aufgrund sportlicher Ambitionen nicht in vollen Zügen genießen konnten, hatten aber noch die Chance, das im anschließenden 2019-Meter-Lauf nachzuholen.

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