Flöhaer entscheiden Derby spät

Die TSV-Fußballer haben das Nachbarduell gegen den Oederaner SC mit 2:0 gewonnen. Doch so richtig nahm das Spiel zu keiner Phase Fahrt auf.

Flöha.

Steffen Günther, der Trainer des Oederaner SC, sollte Anfang dieser Woche regelmäßig in seinen Briefkasten schauen. Es könnte sein, dass er darin ein Entschuldigungsschreiben seines Flöhas Kollegen Mirko Schwoy findet. Denn der TSV Flöha hat das Fußball-Mittelsachsenliga-Derby im heimischen Auenstadion 2:0 (0:0) gewonnen, dabei aber alles andere als überzeugt.

"Ich glaube, wir haben heute kein richtiges Fußballspiel erlebt. Von Derbycharakter war weit und breit nichts zu sehen. Eigentlich war es ein typisches 0:0-Spiel", sagte Schwoy. "Natürlich nehmen wir den Dreier gerne mit, aber schöner Fußball war es nicht. Das werde ich den Jungs so sagen", kündigte der Flöhaer Übungsleiter Gesprächsbedarf an.

Dabei begann alles sehr spektakulär, als Tommy Hunger in der 3.Minute nach Vorlage von Matthias Keller das Spielgerät an die Latte nagelte. Statt anschließend weiter Gas zu geben, plätscherte die Begegnung dahin wie die unweit entfernte Flöha im Hochsommer. Die Zuschauer hatten nun ausgiebig Zeit, sich zum Beispiel über die Fußball- Bundesliga zu unterhalten oder Termine für den nächsten Angelurlaub auszumachen. Denn auf dem Rasen passierte kaum etwas.

Nach dem Seitenwechsel ging es in diesem Stiefel weiter, etwas Fahrt nahm das Geschehen erst in der Schlussphase auf. In der 80. Minute war es Tommy Hunger, der die Gastgeber in Front brachte. Danach hatte Tom Göckeritz die große Möglichkeit, das 2:0 zu erzielen, senste aber in aussichtsreicher Position über den Ball. In der Nachspielzeit stellte Hunger den Endstand her. "Das war mein erster Zweierpack im Männerbereich", sagte der 29-Jährige, der vor seinem Wechsel nach Flöha in Falkenau spielte.

"Durch zwei Unaufmerksamkeiten haben wir die beiden Gegentore kassiert", sagte Steffen Günther. Er lobte den Einsatz, den seine Männer auf dem Rasen gezeigt hatten, gab aber auch zu bedenken, einen enorm ersatzgeschwächten Kader zur Verfügung gehabt zu haben. "Bei mir haben aus verschiedenen Gründen acht Stammspieler gefehlt", sagte der Oederaner Coach.

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