Flöhaer hadern mit unsportlichen Gegnern

Die Kanuten des KSV haben bei den Deutschen Meisterschaften überzeugt. Dass nur zweimal Edelmetall heraussprang, lag nicht nur an ihnen selbst.

Flöha.

Die Kanuten des KSV Flöha haben bei den 98. Deutschen Meisterschaften im Kanu-Rennsport auf dem Beetzsee in Brandenburg mit guten Leistungen überzeugt. Auch zweimal Edelmetall sprang bei der Hitzeschlacht mit durchgehend über 30 Grad für die Mittelsachsen heraus.

So holten in der Klasse der Schüler A im Viererkajak Franz Krones und Nils Neumann zusammen mit Friedrich Rother und Tim Rautenberg für den KC Dresden Bronze über 500Meter. Auch Florian Linke überzeugte zusammen mit Lucien Pillau aus Dresden und erreichte über 2000 Meter das Halbfinale. Am Ende wurden die beiden Elfte. Auch der Flöhaer Arne Neuber, der für den Sächsischen Kanuverband startete, erreichte zusammen mit seinem Partner Ben Reimann aus Leipzig das Halbfinale über 500 m. Im Vierer-Kanu zusammen mit Moritz Mai aus Lauenhain sowie den Leipzigern Reimann und Fin Hoffmann stand Neuber sogar im Finale und landete dort auf Rang 5. Dabei konnten die Kanuten sogar ihre Zeit aus dem Halbfinale noch einmal um rund neun Sekunden toppen. "Das sind gute Ergebnisse", sagt Trainerin Anette Oehme. "Vor allem wenn man bedenkt, dass uns im Vergleich zu den Sportschülern viel weniger Trainingszeit zur Verfügung steht." Dennoch wäre es schön gewesen, so Oehme, wenn der Trainingsfleiß auch mit ein oder zwei Medaillen mehr belohnt worden wäre.

Edelmetall knapp verpasst hat Emma Kaposvari, die seit einer Woche an der Leipziger Sporthochschule trainiert. Sie wurde zusammen mit Annabelle Mootz aus Leipzig hinter den Booten aus Magdeburg, den Brandenburger Adlern und einem weiteren Team des SC DHfK undankbare Vierte über 2000 m.

Weniger Erfolg hatten die Mittelsachsen dagegen auf den Langstrecken. "Man muss leider sagen, dass die Rennen dort nicht immer fair verliefen", so Oehme. So musste der K4 über 2000 m der Schüler A mit Nils Neumann in der Führungsgruppe liegend aufgeben - das Steuer wurde durch den Gegner zu sehr beschädigt. Gleiches musste auch Arne Neuber über 5000 m erleben, der bis dahin im K4 in der Spitzengruppe lag.

Angesichts des hohen Niveaus zeigte sich Oehme zufrieden mit der Leistung ihrer Schützlinge. "Es waren viele Teilnehmer der vergangenen Weltmeisterschaft im ungarischen Szeged dabei", erklärt die KSV-Trainerin. Unter anderem sind die Weltmeister Tom Liebscher, Max Hoff, Max Rennschmidt, Ronald Rauhe und Sebastian Brendel auf dem Beetzsee an den Start gegangen. Da die Flöhaer ihre Verpflegung mit beim KC Dresden einnahmen, ergaben sich besondere Höhepunkte für die jungen Kanuten. "Mit einem Weltmeister wie Tom Liebscher an einem Tisch zu sitzen, erleben sie nicht so oft", sagt die Trainerin.

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