Flöhaer Motorsportler im Leerlauf

Der Auftakt des Flöha- Pokals im Motocross und die Trialmeisterschaft sind auf unbestimmte Zeit verlegt worden. Auch trainiert wird im Vogeltal nicht.

Flöha.

Das Jahr 2020 sollte für den Motorsportclub Flöha ein besonderes werden. Schließlich besteht der 1980 gegründete Club seit nunmehr 40 Jahren, zudem stand die 70. Motocross-Veranstaltung auf dem Gelände im Vogeltal auf dem Programm. Doch jetzt dreht dort erst einmal niemand an den Gasgriffen. Denn die Corona-Krise sorgt auch bei den Flöhaer Motorsportlern für eine Zwangspause. Der Lauf der Ostdeutschen Trial-Meisterschaft im März fiel dem Rotstift bereits zum Opfer, auch die für den 10. Mai avisierte 22.Auflage der Orientierungsfahrt, die wieder in Verbindung mit der Oldtimerfahrt gestartet werden sollte, fällt definitiv aus. Zudem findet die Auftaktveranstaltung der Flöha-Pokal-Serie, die bei Hobby-Crossern seit Jahren hoch im Kurs steht, am 16. Mai nicht statt. Wann und ob diese Termine nachgeholt werden, ist völlig offen. "Ich habe mich unter anderem mit den Verantwortlichen in Hainichen unterhalten, die mit zu den Ausrichtern des Flöha-Pokals zählen. Die sehen die Lage ähnlich", sagt Rico Näther, der Vorsitzende des MC Flöha.

Die Orientierungsfahrt wurde für dieses Jahr bereits ersatzlos gestrichen. In Sachen Flöha-Pokal und Trialmeisterschaft sind noch keine definitiven Entscheidungen gefallen. "Keiner weiß, wie sich die Lage in den kommenden Wochen entwickeln wird. Zudem ist der Terminplan in der zweiten Jahreshälfte ohnehin prall gefüllt. Deshalb bin ich skeptisch, ob wir den Flöha-Pokal in diesem Jahr noch durchziehen können", erklärt Näther.

Auch auf der Cross-Strecke in Flöha herrscht absolute Ruhe. Eigentlich dürfen die Fahrer an Samstagen trainieren, doch das Areal ist sorgfältig verschlossen. "Mit Lutz Ebert ist ein einzelnes Vorstandsmitglied damit beauftragt, alle Arbeiten zum grundsätzlichen Erhalt der Strecke zu erledigen", so der Chef der Flöhaer Motorsportler. Alles andere, wie die Reparatur der Startmaschine und des Zauns, liege im Moment auf Eis. Noch heute sind zum Beispiel die Äste des jüngsten Sturmtiefs auf dem Areal zu finden, weil Arbeitseinsätze nicht stattfinden dürfen. Auch die turnusmäßige Mitgliederversammlung im April ist auf das Jahresende verschoben worden. "Deshalb können wir noch keinen endgültigen Schlussstrich unter das Jahr 2019 ziehen. Auch die feierliche Übergabe der Förderverträge an unsere Nachwuchstalente muss deshalb vorerst ausbleiben", so Näther.

Für ihn stehe außer Frage, dass der Schutz der Gesundheit oberste Priorität besitzt. Dennoch stelle er sich eine grundsätzliche Frage. "Einige Fußballvereine dürfen trainieren, wenn die einzelnen Spieler zwei Meter Abstand halten. Doch auf unserem vier Hektar großen Areal, auf dem sich bei einer gewissen Steuerung Piloten nicht direkt begegnen würden, darf zu Übungszwecken nicht gefahren werden", schüttelt Näther den Kopf. Doch zugleich stellt er klar, dass die Situation ernst bleibt. "Wichtig ist, dass unsere Mitglieder diese Pandemie gesund überstehen. Dennoch hoffen wir, unser Vereinsleben bald wieder aktivieren zu können", blickt der Chef voraus. Der Club hat 112 Mitglieder, die in den Sektionen Motocross, Trial und Touristik aktiv sind.

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