Fortschritt geht gegen Spitzenreiter unter

Mittweidas Bezirksliga-Handballer haben mit 25:40 gegen die HSG Sachsenring verloren. Der TSV-Trainer hat trotz der deutlichen Niederlage auch positive Worte für sein Team.

Mittweida.

Gegen einen Tabellenführer ist eine Niederlage in den meisten Fällen wahrscheinlicher als ein Sieg. Allerdings hätte sich Fortschritt-Trainer Marco Bischoff mit einem knappen Misserfolg deutlich besser leben können, als mit 15 Toren Unterschied zu unterliegen. Daher war die 25:40-Niederlage des TSV Fortschritt Mittweida gegen den Primus der Handball-Bezirksliga, die HSG Sachsenring, dann doch höher als erwartet. "Mir wäre es lieber, wir hätten mit sieben oder acht Toren verloren, aber das ist kein Weltuntergang. Dann verlieren wir lieber einmal mit Pauken und Trompeten als fünfmal knapp."

Zu Beginn der Begegnung spielten die Mittweidaer noch munter mit, doch ab der 10. Minute zogen die Gäste aus Hohenstein-Ernstthal das Tempo an und die Schützlinge von Bischoff liefen einem Vier-Tore-Rückstand hinterher. Nach einer Viertelstunde kam für das ohnehin ersatzgeschwächte Fortschritt-Team auch noch Pech dazu: Kreisläufer Philipp Podzimek musste mit Knieproblemen vom Feld. Für ihn übernahm fortan Abwehrspieler Stefan Ernst die Position des Kreisläufers. "Er hat seinen Job auf der für ihn ungewohnten Position sehr gut gemacht", lobt Bischoff. Gegen die stabile HSG-Abwehr konnte aber auch Ernst nicht viel ausrichten. Bei den Gastgebern häuften sich nun die Fehlwürfe, die Abstimmung in der Abwehr war nur bedingt gegeben. Bis zur Pause zog der Spitzenreiter mit 20:12 davon.

"Man muss sagen, dass unsere Gegner klar besser waren. Sie sind mit viel mehr Druck auf die Abwehr draufgegangen und waren auch spielerisch stärker", sagt Bischoff. Nach dem Seitenwechsel gelang den Fortschritt-Männern nicht mehr viel. Philipp Rogler (7 Treffer) und Eduard Sabot (6) waren die besten Werfer für den TSV. Aber auch sie konnten den hohen Rückstand nicht mehr wettmachen. Am Ende wurde es dann immer deutlicher. Bischoff: "Viele haben zum Schluss den Kopf in den Sand gesteckt, was ich auch ein wenig verstehen kann. Wir hatten wenig Wechselmöglichkeiten und so gut wie keine Chance, zurück ins Spiel zu finden." Nun müsse das Team den Mund abputzen und weitermachen. "Dann wird es bald wieder besser laufen."

Das nächste Ligaspiel ist erst am 25. Januar, vorher geht es aber noch am kommenden Wochenende um das Weiterkommen im Bezirkspokal. Dann treffen die Mittweidaer in der 2. Runde auf die HSG Rottluff/Lok Chemnitz II. Das Punktspiel gegen den aktuellen Tabellenvierten gewannen die TSV-Akteure Anfang Oktober mit 30:23. "Wir werden versuchen das Kunststück nochmals hinzubekommen", so der TSV-Coach. ( mit gbö)

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