Fortschritt offenbart alte Schwächen

Mittweidas Handballer haben ihr Auswärtsspiel in der Bezirksliga bei der USG Chemnitz mit 29:32 verloren. Aufgrund der ersten Hälfte war die Niederlage verdient.

Mittweida.

Die Bezirksliga-Handballer des TSV Fortschritt Mittweida haben einen Befreiungsschlag in der Bezirksliga verpasst. Sie unterlagen bei der USG Chemnitz mit 29:32 (12:18). Durch die Niederlage beim amtierenden Meister, der derzeit Vorletzter der mit zwölf Teams besetzten Staffel ist, bleiben die Mittweidaer auf mit 16:24 Punkten auf Rang 8 der Tabelle.

In der ersten Halbzeit war die Mannschaft, die sich in den vergangenen beiden Wochen in hervorragender Form präsentierte, nicht wiederzuerkennen. "Ich hatte das Gefühl, dass die Mannschaft nicht im Verbund spielte, sondern jeder für sich alleine", sagte die Abteilungsleiterin des TSV, Grit Kopasz. Das machte sich in der Abwehr sowie im Angriff bemerkbar. Die großen Lücken, die aus dem fehlenden Zusammenspiel im Abwehrverbund entstanden, nahmen die Chemnitzer dankbar an und gingen schnell in Führung. In der Offensive haperte es bei den Mittweidaern im Zusammenspiel und die Angriffe wurden oftmals nicht clever zu Ende gespielt. Es hakte überall, was zur Folge hatte, dass die Mittweidaer nach 30 Spielminuten mit sechs Toren hinten lagen.

Die Fortschritt-Männer benötigten in der zweiten Halbzeit knapp 20 Minuten, um zum Anschluss zu kommen und die Partie spannend zu gestalten. Durch das Tor von André Hammerschmidt wurde es das auch. Aber den Mittweidaern gelang nie der Ausgleichstreffer. Die Chemnitzer legten vor, Mittweida reagierte. "Wir haben in der Schlussphase einfach keine Mittel gefunden, das Spiel noch zu drehen", so Kopasz. Zu oft scheiterten sie durch unplatzierte Würfe am gegnerischen Torhüter. Zwei Minuten vor Ende der Partie gingen die Chemnitzer beim 30:28 wieder mit zwei Toren in Führung. Von diesem Rückschlag konnte sich das TSV-Team nicht mehr erholen. Es fielen in den letzten 25 Sekunden zwar noch drei Tore, allerdings nur eines davon für die Mittweidaer. Kay Schröder war mit zehn Treffern der erfolgreichste Akteur in den Reihen bei Fortschritt.

Nun müssen sich die Mittweidaer aufraffen, um ihre letzten beiden Spiele zu gewinnen und somit die Saison etwas versöhnlich zu gestalten. "Dabei bedarf es jedoch einer deutlichen Leistungssteigerung", machte Kopasz klar. Am Sonnabend empfangen sie Sachsen Werdau zum letzten Heimspiel der Saison. Gegen das Schlusslicht wollen sie sich bei ihrem Publikum mit einem Sieg bei den Fans für die Unterstützung während der gesamten Saison bedanken. (mit gbö)

Statistik Mittweida: Kunath, Hammerschmidt (3), Schröder (10), Rogler (8), Hanika, Prillwitz (3), Sabot (4), Clauß (1), Ernst

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