Fortschritt will Motor ärgern

In der ersten Hauptrunde des Sachsenpokals treffen die Lunzenauer Fußballer am Sonntag auf Motor Wilsdruff. Für Germania Mittweida geht die Reise in die Lausitz.

Lunzenau/Mittweida.

Lars Berger hat schon einmal Bekanntschaft mit einigen Spielern von Motor Wilsdruff gemacht. Als der Trainer der Lunzenauer Fußballer noch Jugendcoach bei Motor Rochlitz war, spielte er in der Landesklasse gegen Wilsdruff. "Und das war damals ganz erfolgreich", sagt er. In Rochlitz gewann sein Team klar, doch besonders kann er sich an das Remis in Wilsdruff (3:3) erinnern. "Damals haben wir dort drei Traumtore geschossen." Einer seiner Torschützen war Niklas Schneider, der am Sonntag im Erstrundenspiel des Sachsenpokals wieder im Kader stehen könnte.

Für die Lunzenauer ist die Partie gegen den Aufsteiger in die Landesliga noch ein kleines "Bonbon" für die erfolgreiche vergangene Saison. Da Kreispokalsieger SV Lichtenberg in die Landesklasse aufgestiegen ist und darüber den Startplatz für diesen Pokalwettbewerb gebucht hat, darf Lunzenau als unterlegener Finalist erstmals im Sachsenpokal mitwirken. "Wir wissen natürlich, dass die Rollen klar verteilt sind", sagt Berger. "Dennoch werden wir versuchen, es den Wilsdruffern so schwer wie möglich zu machen und wollen für eine Überraschung sorgen." Bis auf Kapitän Falk Rosin steht Berger fast der komplette Kader zur Verfügung. "Einige haben noch Trainingsrückstand, aber das ist gerade bei den Urlaubern während der Sommerzeit normal." Dennoch sei die Trainingsbeteiligung in den vergangenen Wochen gut gewesen, so der 26-jährige Coach.

Dass Motor Wilsdruff für die Lunzenauer nicht gerade ein Traumlos ist, daraus macht Berger keinen Hehl. "Es ist ein guter Gegner, der aber sicherlich nicht so viele Zuschauer mitbringen wird. Da vielerorts zeitgleich Testspiele stattfinden, wird sich die Anzahl der Besucher in Grenzen halten." Da es für die Lunzenauer das erste Pflichtspiel ist, hofft er doch auf den einen oder anderen interessierten Fan. "Dennoch wäre mir bezüglich des Zuschauerinteresses fast Germania Mittweida als Gegner lieber gewesen."

Doch die Mittweidaer Sachsenliga-Fußballer müssen zu ihrem ersten Pflichtspiel der Saison weiter reisen. Sie gastieren bei Landesklasse-Vertreter SV Zeißig vor den Toren von Hoyerswerda. Germania-Trainer Uwe Schneider sieht die Partie wie immer im Pokal: "Es ist ein Testspiel unter Wettkampfbedingungen." Dabei haben die Mittweidaer mit Mannschaften aus der Landesklasse Ost in den vergangenen Jahren keine guten Erfahrungen gemacht. "Wir sind je einmal in Trebendorf und Crostwitz aus dem Pokal geflogen und wollen es diesmal besser machen", so der 58-Jährige. "Allerdings zeigen die Spiele gegen Teams aus der Ost-Staffel, dass diese Liga eine sehr starke ist."

Im Mittweidaer Kader werden Schneider allerdings noch einige Leistungsträger fehlen. Torwart Maik Ebersbach sowie die Offensivspieler Tobias Grau und Roy Blankenburg weilen noch im Urlaub, Markus Pietsch fehlt mit einem Achillessehnenriss weiterhin. "Wir werden noch einige Juniorenspieler mitnehmen, da wir wenig Leute sind." Im Bus ist also noch etwas Platz. Dieser startet 11.45 Uhr an der Sporthalle.

Einen der bekanntesten Namen hat der SV Lichtenberg aus dem Topf gezogen. Der Landesklasse-Aufsteiger empfängt am Samstag Landesligist FSV Budissa Bautzen. Die Ostsachsen zogen sich im Sommer nach vielen Jahren in der Regionalliga gleich bis in die Sachsenliga zurück und starten dort einen Neuanfang. Der BSC Freiberg empfängt einen alten Bekannten aus seiner Landesklasse-Staffel. Die BSC-Kicker treffen auf den Hainsberger SV.

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