Fortschritt zeigt seine zwei Gesichter

Im letzten Spiel des Jahres haben die Mittweidaer Bezirksliga-Handballer gegen den HC Annaberg-Buchholz mit 27:31 verloren. Danach sah es zur Halbzeit überhaupt nicht aus.

Mittweida.

Irgendwie ist für den Trainer des TSV Fortschritt Mittweida, Steffen Kopasz, das Heimspiel seiner Bezirksliga-Handballer gegen den HC Annaberg-Buchholz ein Abbild der bisherigen Saison gewesen. "Nur diesmal mit dem Unterschied, dass wir unsere zwei Gesichter sogar in einer Partie gezeigt haben", sagte der Coach nach der 27:31 (16:11)-Heimniederlage.

Dass bei den Mittweidaer Handballern in der zweiten Halbzeit gehörig etwas schiefgelaufen sein muss, zeigt sich schon am Vergleich zwischen Halbzeit- und Endstand. Binnen sechs Minuten verspielten sie ihre Pausenführung von fünf Toren und die Partie war nach 36 Minuten wieder offen. "Allerdings hätten wir dafür zur Halbzeit sogar noch höher führen müssen", sagte Kopasz. Sein Team habe es verpasst, in den ersten 30 Minuten die Unsicherheiten der Gäste besser auszunutzen. "Einige Ballgewinne mehr waren durchaus möglich."

Bis zur 15. Minute zogen die Mittweidaer auf 8:4 davon und legten damit die Basis für eine beruhigende erste Hälfte. Nach 25 Minuten führten sie sogar zwischenzeitlich mit 15:9. "Dennoch haben wir da etwas unkonzentriert gespielt und den Vorsprung nicht ausbauen können", so Kopasz.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit brachen dann zwischenzeitlich alle Dämme im Mittweidaer Spiel. "Da hat in der Abwehr absolut nichts funktioniert", so der Coach. Bezeichnend sei für ihn vor allem gewesen, dass die Gäste ihren Rückstand größtenteils durch Einzelaktionen verringerten und schließlich ausglichen. "Die Annaberger sind spielerisch nicht die besten, doch sie haben gegen uns mehr Willen gezeigt." Kopasz nahm nach dem Ausgleich eine Auszeit, danach stabilisierten sich die Mittweidaer etwas. Beim Stand von 22:22 nach 46 Minuten war die Begegnung letztmals auf der Anzeigetafel ausgeglichen. Danach rannten die Hausherren einem Rückstand hinterher. Bis zum Schluss änderte sich daran nichts. "Doch unsere Abschlüsse glückten nicht mehr so wie in der ersten Halbzeit, sodass wir verdient verloren haben", sagt Kopasz. "Wir sind in dieser Saison eine Wundertüte."

Einige Gespräche hat der Trainer am Abend nach dem Spiel bereits bei der Weihnachtsfeier geführt. Diese verbrachten die Mittweidaer beim Bowling. "Dabei hat sich Enrico Hanika ganz gut angestellt", so der Coach schmunzelnd. In den kommenden Wochen werden die TSV-Männer weiter trainieren und lediglich zwischen den Feiertagen eine Pause einlegen. Am 13. Januar geht es im Pokal weiter - in Annaberg-Buchholz. (rosd)

Statistik TSV Mittweida: Scheffler, Kunath, Schott (6), Hammerschmidt, Dietze, Clauß (1/1), Ernst (1), Hanika (1), Schröder (7), Rogler (7/1), Sabot (4)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...