Frankenberger Oldies brauchen Schützenhilfe

Aus eigener Kraft können die Ü-50-Tennisspieler des TC nicht mehr in die Verbandsliga aufsteigen. Im Erfolgsfall müssten sie darüber noch einmal beraten.

Andreas Jost, Jens Raschke, Bernd Jendras, Roland Werner (h.v.l.) sowie Wolfhard Brockhaus und Frank Gudde verloren in Waldheim.

Laut eigener Aussage hat Andreas Jost vom TC Frankenberg seit 20 Spielen unter freiem Himmel kein Tennis-Einzelmatch mehr verloren. Das blieb auch am Wochenende so: Im Verbandsliga-Aufstiegsspiel beim TC Waldheim hatte der 53-Jährige mit seinem elf Jahre älteren Gegner Steffen Groschopp anfänglich kleine Schwierigkeiten, doch seine läuferischen Vorteile kamen in der Folge immer mehr zum Tragen. Mit 6:4 und 6:2 bezwang er den Waldheimer. Der Matchpunkt war letztlich nur einer von zwei, den die Frankenberger in Waldheim holten. Der Aufstieg in die Verbandsliga ist nun in weite Ferne gerückt.

Jost gewann zwar sein Doppel mit dem Frankenberger Teamchef Roland Werner noch, doch alle anderen Partien gingen an die Waldheimer, die nun drauf und dran sind, in die Verbandsliga durchzumarschieren. Entscheidend für die Niederlage waren die knappen Partien, die allesamt an die Waldheimer gingen. Roland Werner verlor sein Einzel ebenso im Match-Tie-Break wie Frank Gudde. Somit lagen die Frankenberger schon nach den Einzeln mit 1:5 zurück. "Dabei hätten wir es in den ersten sechs Spielen eigentlich ausgeglichen gestalten wollen", sagte Andreas Jost. Durch die 2:7-Niederlage haben die Frankenberger nur noch theoretische Chancen auf den Aufstieg - und müssen am Samstag dafür auf einen Sieg des USV TU Dresden hoffen, der die Waldheimer empfängt. Die Frankenberger hatten im Dreier-Vergleich der Bezirksmeister die Dresdner vor knapp zwei Wochen mit 9:0 nach Hause geschickt. "Da lief wirklich alles super", sagte Jost.

Ob die Frankenberger, die in den vergangenen Jahren schon zweimal in der Aufstiegsrunde scheiterten, im Erfolgsfall diesmal den Schritt in die Verbandsliga gehen würden, steht aber gar nicht fest. "Wir wollen den Aufstieg nicht auf Kosten des Vereinslebens", sagt Roland Werner. In der Verbandsliga müssten pro Spieltag sechs Frankenberger Akteure bereitstehen, in der Bezirksliga reichten bisher vier. "Wir warten nun die Ergebnisse ab und hätten im Fall der Fälle sechs Wochen Zeit, um uns zu beraten", so Werner. (rosd)

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