Freiberger feiern Meistertitel

Die Badmintonspieler des ATSV haben sich mit zwei knappen Heimsiegen vorzeitig Platz 1 in der Bezirksliga Dresden gesichert. Jetzt heißt es aber, Geduld zu bewahren.

Freiberg.

Uwe Göhler und seine Mitstreiter hatten am Ende allen Grund zum Strahlen. "Das war ein richtig hartes Stück Arbeit, aber wir haben es geschafft", jubelte der Routinier im Team der Freiberger Badmintonspieler. Der ATSV konnte am vorletzten Doppelspieltag der Bezirksliga Dresden beide Heimspiele gegen die Verfolger aus Dresden-Gittersee und Großenhain mit 5:3 zu seinen Gunsten entscheiden und machte damit die Meisterschaft vorzeitig perfekt. Mit 22:2 Punkten sind die Bergstädter nicht mehr vom Spitzenplatz zu verdrängen.

"Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht", sagte Göhler, der mit insgesamt vier Zählern großen Anteil an den knappen Heimerfolgen hatte. Die Nummer 1 der ATSV-Herren gewann jeweils sein Einzel sowie mit Felix Liebscher das erste Herrendoppel. Am Ende haben sich die Freiberger sogar selbst ein wenig überrascht: "Wir wollten aus beiden Spielen mindestens einen Punkt holen, um unsere Verfolger auf jeden Fall auf Distanz zu halten", erzählte der 42-Jährige. "Dass es aber so gut läuft, hatte keiner von uns erwartet."

Denn mit Gina Drotziger fehlte ausgerechnet in den Duellen gegen die Verfolger eine Stammspielerin, die im Doppel und im Mixed in dieser Saison eine Bank war. Doch die Mannschaft, die in der vergangenen Saison nach dem Abstieg aus der Sachsenklasse fast auseinandergebrochen wäre, habe das sehr gut kompensiert, freute sich Göhler. "Wir haben uns wieder zu einem echten Team entwickelt."

Mit Birgit Uhlig und Steffi Reissig rückten zwei erfahrene Damen auf, dazu kam Nachwuchswuchstalent Jessica Göhler (13). Sie hatte zwar im Doppel mit Birgit Uhlig gegen Großenhains Damen keine Chance (7:21, 13:21), "aber sie hat eine gute Leistung geboten", lobte Vater Uwe Göhler, der auch Nachwuchstrainer beim ATSV ist.

Göhler/Liebscher glichen den Rückstand mit einem klaren Sieg im 1.Herrendoppel (21:13, 21:15) aus, anschließend gerieten die Gastgeber aber erneut ins Hintertreffen: Uwe Schieweg und Florian Honeit zogen im 2.Doppel (20:22, 21:23) ebenso knapp den Kürzeren wie Anna Hasche im Dameneinzel (20:22, 19:21). Danach gab der Spitzenreiter jedoch keinen Punkt mehr ab. Mit knappen Siegen in allen drei Herreneinzeln kehrten die Freiberger in die Erfolgsspur zurück, ehe Anna Hasche und Felix Liebscher im Gemischten Doppel (21:19, 21:19) das 5:3 gegen den Tabellendritten sicherten.

Im Match gegen den Zweiten SGGittersee bestritten Birgit Uhlig und Steffi Reissig das Damendoppel. Die amtierenden Sachsenmeisterinnen der AK 55 mussten sich zwar 10:21 und 21:23 geschlagen geben - doch die ATSV-Herren drehten erneut die Partie: Göhler/Liebscher (21:14, 21:17) und Honeit/Schieweg (19:21, 21:11, 21:16) sorgten für eine 2:1-Führung, die Anna Hasche (11:21, 21:18, 21:17) auf 3:1 ausbaute. Ebenfalls drei Sätze benötigte dann Routinier Göhler (18:21, 21:14, 21:9), während Marcus Gast im 3.Einzel 12:21 und 8:21 verlor. Den Siegpunkt holten dann erneut Hasche/ Liebscher (21:8, 21:13).

Mit dem Staffelsieg in der Bezirksliga Dresden sind die Freiberger ihrem Ziel, dem direkten Wiederaufstieg in die Sachsenklasse, ein großes Stück näher gekommen. In den Play-offs warten dann die Sieger der Bezirksligen Leipzig, Chemnitz und Oberlausitz sowie der Vorletzte der Sachsenklasse. Allerdings müssen sich die Freiberger im Aufstiegsrennen gedulden: Erst Anfang Juni wird die Aufstiegsrunde ausgetragen. Zuvor warten im März noch die nun bedeutungslosen Heimspiele gegen Motor Mickten und Demitz-Thumitz. "Trotzdem müssen wir jetzt die Spannung hochhalten", so Uwe Göhler. (mit gu)

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