Freiberger schmettern sich vor

Die Sachsenklasse-Volleyballer des 1. VVF haben sich mit zwei Heimsiegen Platz 3 in der Tabelle erkämpft. In Hennersdorf brennt dagegen weiter die Rote Laterne.

Freiberg/Hennersdorf.

Die Volleyballer des 1. VV Freiberg haben ihre Hausaufgaben gründlich erledigt: Mit zwei Siegen gegen den SV Chemnitz-Harthau II sowie Aufsteiger SV Reudnitz II bestätigte das Team am Sonnabend beim ersten Heimturnier der Rückrunde seine zuletzt sehr gute Form und rückte mit 16 Punkten sogar auf Rang 3 der Sachsenklasse West vor.

Im ersten Spiel gegen den Tabellensiebten Chemnitz-Harthau II revanchierten sich die Freiberger mit einem 3:1 (25:21, 19:25, 25:11, 25:21) für die knappe 2:3-Niederlage aus dem Hinspiel. Nach dem zwischenzeitlichem Satzausgleich zum 1:1 sorgte der 1. VVF im dritten Abschnitt mit 25:11 für klare Fronten. Im vierten Satz war die Gegenwehr der Gäste nach einer schnellen Führung gebrochen und der Spielgewinn nur noch Formsache.

Gegen den Tabellenzweiten aus Reudnitz hatten die Bergstädter danach ein hartes Stück Arbeit zu verrichten, setzten sich jedoch am Ende knapp mit 3:2 (25:23, 27:29, 25:21, 21:25, 15:9) durch. Die Gastgeber begannen druckvoll im Angriff, worauf sich die Gäste jedoch immer besser einstellten. Im zweiten Satz zeigten die Gäste aus Leipzig Nervenstärke und gewannen mit 29:27.

Spätestens jetzt war es ein Spiel auf Augenhöhe, in dem die Reudnitzer durch ihre Blockarbeit und mit einer herausragenden Feldverteidigung überzeugten. Dennoch kamen die Freiberger mit variablem Angriffsspiel zu ihren Punkten. Nach dem 25:21 im dritten Satz ging der vierte aber wieder mit 25:21 an die Gäste. Im Tie-Break leistete sich Freiberg einen klassischen Fehlstart (2:5). Mit einer Aufschlagserie von Manuel Graser und einem starken Block drehte der VVF das Spiel aber zum 8:5. Die leichte Verunsicherung die Gäste nutzte der 1. VVF und rang den Gegner sprichwörtlich nieder (15:9). Mit insgesamt fünf Punkten an diesem Tag schlossen die Freiberger vorläufig zu Reudnitz auf.

Nichts zu holen gab es dagegen für die Männer des Hennersdorfer SV: Das Schlusslicht unterlag bei Spitzenreiter TSG Markleeberg II 0:3 (15:25, 24:26, 21:25) und bleibt mit 6Punkten am Ende der Tabelle. "Die Normalität hat ihren Lauf genommen", kommentierte HSV-Spielertrainer Udo Haußmann.

Der Coach hatte Sohn Markus Haußmann aus dem Angriff auf die Liberoposition beordert, um die anderen Angreifer in die Pflicht zu nehmen. Vor allem die beiden Mittelangreifer Enrico Butter und Paul Gerber überzeugten auch mit teilweise spektakulären Schnellangriffen. Dennoch gab es im Auftaktsatz nach einer Viertelstunde ein klares 25:15 für die Gastgeber. Im zweiten Durchgang lagen die Gäste mit 6:12 im Hintertreffen, kämpften sich jedoch zum 23:23-Ausgleich. Nach einem der zahlreichen Aufschlagfehler reichte es aber nicht zum Satzball, und am Ende zog der HSV mit 24:26 den Kürzeren. Auch im dritten Satz spielten die Rand-Leipziger ihre Überlegenheit konsequent aus. Einziger Lichtblick aus Hennersdorfer Sicht war der erste Einsatz des erst 15-jährigen Nick Obendorf. Der HSV kam zwar in der Schlussphase auf 21:24 heran, aber nach einer Stunde Spielzeit hatte sich der Spitzenreiter dann standesgemäß mit 3:0 durchgesetzt.

Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt den beiden mittelsächsischen Teams nicht. Bereits am kommenden Wochenende erwarten die Hennersdorfer den 1. VVF zum Derby in Eppendorf. Das Hinspiel war mit 3:0 eine klare Sache für Freiberg gewesen. (kud/udo)

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