Freiberger sind jetzt die Gejagten

Die Fußballer des BSC hatten sich zwar souverän den Titel in der Landesklasse Mitte geholt, auf den Aufstieg in die Sachsenliga jedoch verzichtet. Nun soll ein Umbruch eingeleitet werden.

Freiberg.

Rico Thomas ist ein wenig skeptisch. Natürlich sei man als amtierender Meister in der Favoritenrolle und nehme diese auch an, sagt der Trainer des BSC Freiberg vor dem Start in die neue Saison der Fußball-Landesklasse. "Aber wir haben ja gerade im Pokal gesehen, dass das kein Selbstläufer ist."

Gegen den Hainsberger SV, im Vorjahr mit 13Punkten weniger als der BSC auf Rang 3 der Staffel Mitte eingekommen, unterlagen die Freiberger in der Vorwoche 1:2 und sind damit bereits aus dem Pokalrennen. Zudem sei die Staffel stärker und ausgeglichener geworden, schätzt der BSC-Spielertrainer ein. Neben den Hainsbergern rechnet er noch Stahl Freital zum Kreis der Titelanwärter. Doch auch dem SV Bannewitz (6.) und dem Meißner SV (8.) sei einiges zuzutrauen. "Das sind junge und ehrgeizige Mannschaften, die sich mittlerweile deutlich gefestigt haben", sagt Thomas. Nicht zuletzt kehrt mit dem BSV Sebnitz ein Spitzenteam zurück: Die Ostsachsen waren 2015/16 Meister der Staffel Mitte geworden, kamen anschließend auf den Plätzen 3 und 5 ein, ehe sie freiwillig einen Neuanfang in der Kreisoberliga starteten.

Beim BSC soll 2019/20 ein Umbruch eingeleitet werden, nachdem der Verein aus personellen Gründen auf den Sachsenliga-Aufstieg verzichtete. Mit Hans Rudolph rückt zumindest ein talentierter Junior auf. Dazu kommen die Rückkehrer David Voigt und Robert Sypniewski sowie Andreas Zaharanski aus der zweiten Mannschaft. "Und wir müssen versuchen, weitere Spieler aus dem eigenen Nachwuchs hochzuziehen", sagt Thomas.

Platz im Kader sollte es geben - zumal mit Sebastian Krause und Kapitän Christopher Otto zwei Leistungsträger lange verletzt ausfallen. Auch die Lücke, die Marcel Krause auf der linken Seite hinterlässt, muss erst geschlossen werden. Der Ex-Langhennersdorfer, der nach seinem Studium in die Pfalz gezogen ist, hatte sich zur absoluten Stütze gemausert. Ein konkretes Ziel gibt Thomas nicht vor. "Wir wollen weiter unseren Fußball spielen und möglichst jedes Spiel gewinnen", sagt der 29-Jährige. 2018/19 war das in 24 Punktspielen immerhin 17-mal gelungen. "Wenn wir so auftreten wie in der alten Saison und unser Potenzial ausschöpfen, wird es schwer, uns zu schlagen." Zum Auftakt kommt am Sonnabend der Vorjahreselfte TuS Weinböhla.

Aufgebot BSC Freiberg Tor: Christopher Hauswald (20), Martin Heydel (35); Abwehr: Stefan Richter (32), Christopher Otto (26), Patrice Göll (26), Ronny Sin-ger (31), Patrick Löbel (28), Rico Thomas (29), David Voigt (34); Mittelfeld/Angriff: Thomas Zaharanski (29), Sebastian Krause (29), Meik Mehner (28), Rick Römmler (26), Tom Fischer (31), Robert Sypniewski (27), Hans Rudolph (19), Tommy Gommlich (28), Paul Berger (26) Zugänge: Voigt (SpG Halsbrücke/Conradsdorf), Zaharanski (2. Mannschaft), Rudolph (eig. Nachwuchs), Sypniewski (vereinslos); Abgänge: Marcel Krause (Kaiserslautern), Mewes (Laufbahnende), Tsombo (unbekannt) Trainer: Rico Thomas; Co-Trainer: Swen Hennig; Torwarttrainer: René Partzsch

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