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Furiose Aufholjagd

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Die Bezirksliga-Kegler des LWV Geringswalde haben nach einem deutlichen Rückstand die BSG Chemie Leipzig bezwungen. Freunde werden beide Teams aber nicht mehr.

Geringswalde.

Ernüchterung nach dem Starterpaar, Freude am Schluss: Die Kegler des LWV Geringswalde haben in der Bezirksliga nach einer furiosen Aufholjagd gegen Chemie Leipzig mit 5:3 (3183:3124) gewonnen. Danach sah es zunächst überhaupt nicht aus.

Die Auftaktrunde auf den Rochlitzer Bahnen verlief nunmehr mehr nach dem Geschmack der Gäste, die beide Duelle nicht nur gewannen, sondern mit dem enormen Plus von 114 Kegeln daraus hervorgingen. Jürgen Poppitz spielte mit erheblichen Knieproblemen durch und Olaf Leps, Zugang von Rot-Weiß Zerbst, suchte noch seine gute Form vom Saisonstart. Während danach im Mittelpaar Mirko Eschner einen klaren Sieg holte, verlor Mirko Claus unglücklich mit seiner letzten Kugel den möglichen Mannschaftspunkt. Den Kegelrückstand konnten beide wesentlich verringern.

Der Finaldurchgang begann dennoch mit einem Vorsprung von 3:1 und einem Plus von 53 Kegeln für die Gäste. Was nun folgte, machte manchen im LWV-Anhang fast sprachlos: Axel Mißbach und Marcel Berthold kamen nahezu perfekt in ihr Spiel, gewannen in beeindruckender Manier die ersten beiden Bahnen, nahmen ihren Kontrahenten über 90 Kegel ab und stellten die Weichen frühzeitig Richtung Einzelsiege und Tageserfolg für die Gastgeber. Am Ende feierte das gesamte Team die Tagesbestwerte von Mißbach (579) und Berthold (560), aber auch die gelungene Revanche gegen die Leipziger, die sich in der Hinrunde gegen den sportlich fairen Vergleich entschieden hatten.

"Über dieser Begegnung lag mehr Brisanz als bei anderen Punktspielen", sagte der Geringswalder Vereinschef Hans Marschner. In der Hinrunde hatte das LWV-Team durch Besetzungsprobleme bei den Chemikern rechtzeitig um eine Verlegung gebeten. "Diese wurde jedoch ohne jeden Alternativvorschlag abgelehnt, was uns eine 0:8-Niederlage einbrachte." (hanm)Sport in Zahlen