Gefährten nicht zu stoppen

Die Pokale beim 35. Mittweidaer Handballfest sind nach Leipzig und Dresden gegangen. Aber auch die Gastgeber waren am Ende zufrieden.

Mittweida.

Philipp Rogler, der vom TSV Fortschritt bestellte "Wetterbeauftragte" für das traditionelle Mittweidaer Handballfest, ist in diesem Jahr nicht durchgängig konzentriert gewesen. Denn am Sonntag mussten die Spiele aufgrund des strömenden Regens für eine Stunde unterbrochen werden, sodass der Zeitplan in Schieflage geriet. "Doch sonst hat er seine Sache natürlich wieder sehr gut gemacht", sagt Grit Böhme, die Handballchefin des Vereins schmunzelnd. Denn in der restlichen Zeit hatten die 27 Mannschaften, die bei der 35. Auflage des Freiluftturniers auf Torejagd gingen, bei Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen wenig Grund zur Klage. Und auch sportlich lief alles zur Zufriedenheit der Gastgeber: "Wir haben 95 spannende Handballspiele erlebt", sagt Grit Böhme.

Die Gäste - die Teams kamen nicht nur aus Sachsen, sondern auch aus Thüringen und Tschechien - lieferten sich packende Duelle um den Turniersieg, hatten aber vor allem auch viel Spaß, so die Handball-Abteilungsleiterin des TSV. Indiz dafür seien die zum Teil fantasievollen Teamnamen, zudem habe es auch recht ungewöhnliche Spielkleidung gegeben, so Böhme.

Rein sportlich waren bei den Herren "Die Gefährten" nicht zu toppen und zu stoppen. Das Team aus Leipzig, in dem Spieler von LVB und des Drittligisten SG Leipzig II standen, setzte sich vor der "Ronnyfamilie", einer Kooperation des HC Annaberg und des HSV Mölkau, durch. Platz 3 holte sich der Havanna-Handball- Club. Die Freizeitmannschaft mit Spielern unter anderem aus Riesa, Döbeln und Oschatz ließ immerhin die erste Vertretung der Gastgeber hinter sich.

Der Pokal bei den Damen ging in diesem Jahr an den TSV Dresden. Beide Turniersieger stellten mit Jacob Fritzsch und Lena Lorenzen auch die wertvollsten Spieler. Weitaus schwerer sei die Wahl der besten Torhüterin und des besten Torhüters gefallen, so die Mittweidaer Handballchefin, die Ende des Monats aus beruflichen Gründen aus ihrem Amt scheidet - nach immerhin fast 13 Jahren an der Spitze der Abteilung. Am Ende fiel die Wahl auf Anna Schneese (Havanna-Handball-Club) und Sven Kunath, der das Gehäuse der Mittweidaer Männer hütete. (mit gbö)

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