Geglückte Neuauflage am Türmerhaus

Mehr als 150 Radsportler kletterten gestern nach 18Jahren wieder den Rochlitzer Berg hinauf. Danach jubelten auch einige Mittelsachsen.

Rochlitz.

Kurz vor dem Ende seiner Saison hat Patrick Reißig vom Hainichener Radteam Berthold gestern noch ein Erfolgserlebnis gefeiert. Beim ersten Rochlitzer Bergzeitfahren seit 18 Jahren gewann er das Männerrennen und wurde damit sächsischer Landesmeister.

"Ich wollte hier unbedingt den Sieg holen und bin glücklich, dass es geklappt hat", sagte der 24-jährige Leipziger in Diensten des Hainichener Teams. Mit dem Erfolg auf dem Rochlitzer Berg - es war Reißigs einziger dieses Jahr - beendet er nun die Saison. Allerdings sei es gestern ein hartes Stück Arbeit gewesen, die vier Kilometer lange Strecke, die teilweise bis zu 17 Prozent steil ist, zu meistern, so Reißig. "Ich habe mit meiner Gruppe den Führenden erst gut 200 Meter vor dem Ziel stellen können." An der letzten steileren Passage vor dem Ziel am Türmerhaus zog Reißig noch einmal an und sicherte sich den Titel.

Beim Bergzeitfahren gestern mussten die Radsportler in den meisten Altersklassen zweimal starten: Nach dem Massenstart zu Beginn gab es ein Verfolgungsrennen, bei dem die Abstände des erstes Laufs -ähnlich wie beim Biathlon - als Grundlage dienten. Reißig hatte somit auf der knapp vier Kilometer langen Strecke sieben Sekunden Rückstand aufzuholen, war beim zweiten Versuch aber in 9:01 Minuten oben und damit 50 Sekunden schneller als beim Massenstart. Die beste Frau - Maria Forkel vom RSV Venusberg - kam in knapp über 11Minuten oben an.

Bei der Neuauflage des Bergzeitfahrens gingen gestern 154 Radsportler an den Start. "Gemeldet hatten zwar 180 Aktive, aber scheinbar sind doch einige nicht angereist", sagte Organisator Werner Güra vom RSC Sachsenblitz Burgstädt. "In den Vorjahren hatten wir bei den Wettkämpfen in Waldkirchen und Witzschdorf höchstens 60 Starter."

Die Geschäftsführerin des Sächsischen Radfahrer-Bundes, Manuela Götze, zeigte sich angetan von der Veranstaltung. "Die Starterzahlen haben gezeigt, dass man solch eine Veranstaltung hier durchaus etablieren kann." Das hat die Stadt nun auch vor. "Man lockt die Leute nur in die Region, wenn man hier etwas anbietet", sagte der Rochlitzer Oberbürgermeister Frank Dehne. "Die Zusammenarbeit mit dem Burgstädter Verein lief gut und natürlich wollen wir das Bergzeitfahren nun etablieren."

Beim gestrigen Zeitfahren waren nicht nur Radsportler aus Vereinen dabei - auch einige Jedermänner trauten sich den Anstieg zu. Ralf Lungwitz aus Seelitz hatte dabei sogar Heimvorteil. "Aber in den vergangenen Wochen konnte ich nicht so intensiv trainieren", sagte er. "Dennoch bin ich die Strecke zweimal abgefahren, aber in der Ebene fühle ich mich wohler", gestand er nach seinem 9. Platz. Mit dem Mittweidaer André Köhler schaffte es in diesem Rennen ein Mittelsachse auf Rang 2.

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