Gelungener Einstand

Die Hainichener Fußballer sind mit einem 3:1-Sieg bei der SG Striegistal in die Sommervorbereitung gestartet. Für den Wechsel des neuen Trainers nach Mittelsachsen war vor allem seine Frau mit verantwortlich.

Hainichen.

Mirko Zaeske ist mit dem ersten Test seiner Hainichener Fußballer bei Kreisligist SG Striegistal nur bedingt zufrieden gewesen. "Nach einer Woche Training kann aber noch nicht alles klappen", sagt der 45-jährige HFV-Trainer, der seine Mannschaft selbst erst kennenlernen muss. "Immerhin haben wir am Ende gezeigt, welche Möglichkeiten in der Mannschaft stecken." Mit 3:1 bezwangen die HFV-Kicker im ersten Test die SG Striegistal und bescherten ihrem neuen Trainer damit einen gelungenen Einstand.

"Natürlich waren bei den Jungs die Beine schwer und einige Akteure haben noch gefehlt, aber in einigen Phasen waren mir die Löcher im Spiel doch zu groß", so Zaeske, für den der HFV bereits die zehnte Trainerstation ist. Dominik Krebs, der in der Sommerpause von der zweiten Mannschaft des SV Germania Mittweida nach Hainichen kam, erzielte nach zehn Minuten das 1:0. Nach dem Ausgleich durch André Kemter (54.) brachten Steve Mende (73.) und Kenny Fräßle (87.) noch auf die Siegerstraße. "Schön, dass wir die Partie am Ende für uns entschieden haben", so Zaeske.

Für den Erzgebirger ist Hainichen seine zehnte Trainerstation, allerdings die erste in Mittelsachsen. "Zuvor stand ich nur im Erzgebirge an der Seitenlinie", sagt er. Als aktiver Fußballer durchlief er die Jugendmannschaften bei Erzgebirge Aue. "Dass ich den Sprung zu den Profis nicht geschafft habe, lag vor allem an mir", sagt er selbstkritisch. Später folgten Trainer-Gastspiele, unter anderem in Schwarzenberg, Lößnitz, Zwönitz und zuletzt beim FC Greifenstein Ehrenfriedersdorf.

"Die Erfahrung im Fußball habe ich gewiss, allerdings noch keinen Namen", sagt Zaeske schmunzelnd. Dass er in Ehrenfriedersdorf zuletzt einen Vertreter aus der Kreisklasse trainiert hatte und nun einen Mittelsachsenligisten coacht, sieht er nicht als Problem an. "Von Kreisklasse bis Bezirksliga habe ich schon alles trainiert."

Dabei hatte sein "Wechsel" nach Hainichen vor allem private Gründe. "Meine Frau stammt aus der Stadt. Doch eigentlich wollte ich mit ihr weiter in Zwönitz bleiben", sagt er. Allerdings fand das Paar in Hainichen ein passendes Privatgrundstück und ließ sich schließlich doch in Mittelsachsen nieder. "Und dann habe ich mich schnell erkundigt, ob ich hier irgendwo als Trainer einsteigen kann." Zaeske war zunächst darauf aus, beim HFV eine Funktion im Jugendbereich zu übernehmen, "doch dann habe ich erfahren, dass Christian Schulze wechseln will." Nach zwei Gesprächen stand er als neuer HFV-Coach fest.

Dass bei seinem Team, das in der Vorsaison als Zweiter der Mittelsachsenklasse den Aufstieg in die Liga geschafft hatte, nur der Klassenerhalt zählt, ist ihm klar. "Und der Auftakt wird dabei schon wichtig", sagt der 45-Jährige. Die HFV-Kicker starten zuhause gegen Motor Brand-Erbisdorf in die Saison, danach folgt das Gastspiel bei Ex-Trainer Schulze in Frankenberg.

Bis dahin hat Zaeske schon ein weiteres Ziel ausgegeben. "Ich würde im August gern die Siegprämie beim Greifenstein-Cup mitnehmen", sagt er. Am 10. August nimmt seine Mannschaft bei diesem Blitzturnier in Ehrenfriedersdorf teil. "Und da sind wir gegen unterklassige Vereine schon favorisiert", sagt er. Auch ein weiteres Testspiel führt ihn in die alte Heimat. Am Sonntag wartet auf die Hainichener bei Landesklasse-Absteiger BSV Gelenau ein erster Härtetest.

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