Geringswalder fährt zum Sieg

Enduro-Pilot Luca Fischeder hat beim fünften Lauf zur Deutschen Enduro-Meisterschaft die Konkurrenz düpiert. Auch für den Peniger Edward Hübner lief es gut.

Geringswalde/Penig.

Nach der Absage der Veranstaltung in Burg ist nun die Internationale Deutsche Enduro Meisterschaft im nordhessischen Waldkappel in die zweite Saison-Hälfte gestartet. Die dortige Geländefahrt erfreute sich auch in diesem Jahr wieder ungebrochener Beliebtheit und so schoben stolze 310 Teilnehmer ihre Maschinen in das Park Fermé. Unter ihnen auch die beiden Mittelsachsen Luca Fischeder und Edward Hübner, die jeweils als Klassenführende anreisten. Die Reise nach Hessen lohnte sich.

Vor allem Fischeder präsentierte sich hoch motiviert, seinen Vorsprung in der Junioren-Meisterschaft auszubauen. Dieses Vorhaben untermauerte der 20-Jährige gleich mit einer Bestzeit im ersten Test, der auf der Motocross-Strecke in Sontra und auf dem angrenzenden Stoppelacker abgesteckt war. "Das war gleich ein richtig guter Start in den Tag", zeigte sich der Geringswalder sichtlich zufrieden. Auch in den folgenden Sonderprüfungen war an den Sherco-Fahrer kein Herankommen, sodass er seinen Vorsprung letztlich auf über 40 Sekunden ausbauen konnte. Doch so spielerisch leicht, wie es von außen den Anschein hatte, war es dann doch nicht. "Ich musste schon kämpfen", gestand Fischeder, "es waren keine einfachen Bedingungen. Manchmal bin ich in die Staubfahne eines vor mir gestarteten Fahrers geraten, was nie angenehm ist. Ein anderes Mal bin ich gestürzt, was mich auch einige Sekunden gekostet hat." Zudem habe er den Hartboden teilweise unberechenbar gefunden, gerade auf den Acker-Abschnitten mit dem Stroh, resümiert der Geringswalder. Er baute mit diesem Sieg seinen Vorsprung, wie erhofft, in der Nachwuchs-Kategorie bis 23 Jahre weiter aus. "Mein Saisonziel ist ganz klar der Titel", sagte der Mittelsachse. "Und ich möchte gern unter die besten Zehn im Championat fahren. In Waldkappel war ich gar nicht so weit weg, was mich für die nächsten Läufe weiter anspornt." Am Ende stand für ihn Rang 13 zu Buche, sieben Plätze hinter Routinier Edward Hübner.

Der Peniger verpasste zwar das Podest, war aber dennoch nach dem Rennen sichtlich gut gelaunt. "Ich bin zufrieden mit meiner Leistung", freute sich Hübner, dessen Karriere nach einem äußerst schweren Sturz hier vor drei Jahren auf Messers Schneide stand. "Klar war ich vor dem Test etwas nervös, aber ich denke, das ist normal. Doch als ich den besagten Sprung gut gemeistert hatte, war alles verflogen." Er habe sich lediglich darüber geärgert, dass er im zweiten Test gleich als Erster eingefahren ist. "Da hatte ich die Bodenverhältnisse mit dem morgendlichen Tau doch ein wenig falsch eingeschätzt." Was er auf dieser Prüfung im Stande ist zu zeigen, bewies er in den folgenden beiden Runden, als er jeweils die Klassenbestzeit holte.

Trotz der starken Vorstellung blieb ihm als Vierter dennoch der Sprung auf das E2-Podium knapp verwehrt. "Klar ist es schade, aber ich bin nicht enttäuscht. In unserer Klasse geht es so eng zu, da kann noch alles passieren", lässt sich der 30-Jährige nicht aus der Ruhe bringen, wenngleich er die Tabellenführung momentan erst einmal los ist. "Jetzt kommen noch die Läufe in Zschopau und Tucheim, auf die ich mich besonders freue und bei denen ich meist richtig gute Ergebnisse erzielen konnte." Doch bevor es soweit ist, sind die Fahrer zunächst noch in Rehna, rund 40 Kilometer nordwestlich von Schwerin, gefordert. Die dortige Geländefahrt wurde kurzfristig als Ersatz für die ausgefallene Veranstaltung in Burg in den Termin-Kalender aufgenommen.

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