Geringswalder kümmern sich früh um den Nachwuchs

Mit einem eigenen Fußballcamp will der SV Geringswalde neue Spieler gewinnen. Bei der Betreuung lernen auch die Organisatoren dazu.

Geringswalde.

Passspiel, Dribbelparcours, Neunmeterschießen - das waren in den vergangenen beiden Tagen unter anderem Bestandteile des Fußballcamps des SV Geringswalde/Schweikershain. Nach vielen Jahren hatte der Verein wieder ein Camp auf die Beine gestellt. 14 kleine Fußballer sind bis heute dabei.

"Wir wollen durch das Camp auf jeden Fall neue Kinder für unseren Verein gewinnen", sagt Toni Vogel, einer der beiden Trainer in dieser Woche. In einem Fall habe das Vorhaben sogar schon geklappt. "Wir haben ja in den vergangenen Jahren mit unserer A-Jugend gesehen, wie erfolgreiche Nachwuchsarbeit aussehen kann", sagte Vogel. Er selbst war es, der die Mannschaft betreut hatte. "Ziel ist es nun, perspektivisch wieder im Großfeldbereich in Form einer Spielgemeinschaft auf Punktejagd zu gehen."

Doch das ist ein langer Weg. Derzeit gibt es bei den A-Junioren noch eine Spielgemeinschaft zwischen den Geringswaldern und dem HFC Colditz. Das Team geht in der Mittelsachsenliga an den Start. "Doch danach kommt ein Riesenloch", sagt der 26-Jährige. Im B-, C- und D-Junioren-Alter gibt es in dieser Saison keine Geringswalder Jugendmannschaft. "Darum gilt es, dass wir von den unteren Altersklassen wieder etwas aufbauen." Vogel selbst betreut seit einem Jahr die Bambinis im Verein, die aber noch nicht im Spielbetrieb sind. "Wir bestreiten lediglich einige Freundschaftsspiele." Fünf junge Kicker im Vorschulalter sind derzeit dabei. "Doch für eine Mannschaft sollten es schon zehn, elf Spieler sein", sagt er. Vogels Bruder Niklas und Robert Biewald - beide aus der Männermannschaft - haben die F-Junioren unter ihren Fittichen.

Beim Fußballcamp, bei dem nicht nur Kinder aus Geringswalde, sondern auch aus Zettlitz, Dittmannsdorf und Arras dabei waren, sind zumindest schon einmal einige potenzielle Nachwuchskicker auf den Geschmack gekommen. Johann Kothe war der jüngste Teilnehmer in dieser Woche und machte fast seine ersten Erfahrungen mit den Ball. Zuvor hatte der Fünfjährige lediglich ab und an im heimischen Garten gespielt. "Mir gefällt hier eigentlich alles", sagte er noch etwas schüchtern.

Die beiden Betreuer Toni Vogel und Oliver Otto betreten mit dem Camp ebenfalls Neuland. "Bei 14Leuten brauchen wir schon mindestens zwei Leute", sagt Otto. "Und nun sieht man auch mal, was bei den Aufgaben eines Trainers noch alles dazugehört", sagt der 29-Jährige, den Toni Vogel gern als Betreuer in seinem Bambini-Team noch mit dabei hätte. "Doch darüber müssen wir noch einmal reden", sagte Otto schmunzelnd.

Beim Camp konnten die Kinder das Fußballabzeichen ablegen, zudem gab es zwischen den täglichen Einheiten ein Mittagessen. (rosd)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...