Germanen sind nicht gallig genug

Die Sachsenliga-Fußballer aus Mittweida haben ihr zweites Spiel in Folge verloren. Der Trainer ist nicht enttäuscht, obwohl sein Team mit einem Fehler die Gastgeber auf die Siegerstraße brachte.

Mittweida.

Bis zur 54. Minute hat Germania Mittweida beim Duell der Aufsteiger in die Fußball-Sachsenliga in Olbernhau auf Kurs gelegen. Doch dann nutzen die Gastgeber einen kleinen Aussetzer der Germanen, um mit dem Führungstreffer den 2:0-Sieg über Mittweida einzuleiten. "Olbernhau hat verdient gewonnen, aber es war auch kein schwaches Spiel von uns, deshalb ist es keine Enttäuschung", so Mittweidas Trainer Uwe Schneider.

In der vorentscheidenden Szene des Spiels traf Germania-Torwart Michael Schmidt einen harmlosen Ball nicht richtig und verursachte so einen Eckball. Diesen nutzten die Olbernhauer zur Führung. "Michael ist ein sehr starker Torhüter, aber so ist Fußball manchmal", sagt Schneider. In der Folge versuchten die Mittweidaer sofort Druck auszuüben, um den Ausgleich zu erzielen, liefen jedoch geradewegs in einen Konter. "Das war wirklich schön rausgespielt", gab es auch von Uwe Schneider ein Lob für den Spielzug der Gastgeber in der 62. Minute, den Jaroslav Novak zum 2:0 vollendete.

Insgesamt habe seinem Team auf allen Positionen der nötige Zug zum Tor gefehlt, erklärt der Übungsleiter: "Olbernhau war da einfach galliger." Die beste Chance auf einen Anschlusstreffer nach dem Doppelschlag hatte Felix Ebert, dessen Schuss aus der Drehung vom Strafraumrand nur knapp am Pfosten vorbeistrich. In einer intensiven ersten Hälfte, die hauptsächlich zwischen den Strafräumen stattfand, wurde Kevin Frieden noch abgedrängt, als er alleine auf Olbernhaus Torwart zusteuerte. "Außerdem hätten wir noch einen Elfmeter bekommen können, als Felix Ebert aus meiner Sicht im Strafraum eher am Ball war und zu Fall gekommen ist", so Schneider. Ansonsten sei von seiner Elf aus dem Spiel heraus zu wenig gekommen. Auch die Unsicherheiten von Olbernhaus Schlussmann, der den Ball bei Weitschüssen mehrmals prallen ließ, konnten seine Spieler nicht nutzen. "Die Bälle sind immer einem Verteidiger vor die Füße gefallen", so Schneider.

Die Niederlage werde er mit seiner Mannschaft schnell abhaken. In der Tabelle rutschte Germania (9Punkte) zwei Plätze auf Rang10 ab, während Olbernhau (13Punkte) Platz 4 festigte. Am nächsten Wochenende pausiert die Liga, danach spielt Mittweida am 21.Oktober zuhause gegen Markkleeberg (8. Platz/10 Punkte). Uwe Schneider hofft dabei auf einen breiten Kader: "Wir hatten heute zwei Spieler mit Muskelverletzungen, da müssen wir schauen, ob sie zum nächsten Spiel wieder fit sind."

Statistik Mittweida: Schmidt; Antal, Borchardt (Kuhl/42.), Ahmed, Frieden, Ebert (Wilsdorf/76.), Grötzsch, Hönig Ryssel, Rauthe (Grau/21.), Krasselt

Tore: 1:0 Prasser (54.), 2:0 Novak (62.) - SR: Rich (Neustadt/ Spree) - Zu.: 359

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