Germania daheim eine Macht

Die Landesklasse-Fußballer des SV Germania Mittweida haben den Heidenauer SV mit 4:1 bezwungen. Die Gastgeber hatten dabei allerdings ein hartes Stück Arbeit zu bewältigen.

Mittweida.

Nachdem es für Germania-Fußballer auswärts zuletzt nicht wie gewünscht lief, präsentierten sich die Schneider-Schützlinge im eigenen Stadion gewohnt heimstark. Gegen den Heidenauer SV gewann das Team klar mit 4:1 (1:1).

Die Gäste sind im Abstiegskampf um jeden Punkt angewiesen. Entsprechend kämpferisch trat das Heidenauer Team in Mittweida auf, wollte unbedingt etwas mitnehmen. So sahen die Zuschauer in der ersten Spielhälfte eine rasante sowie ausgeglichene Partie. Heidenau setzte die ersten Akzente. So rauschte in der 3. Minute eine gefährliche Flanke durch den Mittweidaer Strafraum, fand aber keinen Abnehmer. In der 10. Minute wurde Germania zum ersten Mal torgefährlich, als ein abgefälschter Schuss von Richter knapp über die Latte strich.

In der Folge spielte sich das Geschehen meist zwischen den Strafräumen ab. Viele verbissene Zweikämpfe, von beiden Seiten mit hohem körperlichen Einsatz geführt, verhinderten zunächst weitere Torgelegenheiten. In der 29. Minute köpfte der gerade für den verletzt ausgeschiedenen Patrick Richter eingewechselte Kevin Frieden den Ball ins Tor. Zum Entsetzen der Fans und des Trainers pfiff der Schiedsrichter den klaren Treffer jedoch zurück. Den Grund konnte keiner im Stadion nachvollziehen.

In der 39. Minute hatte Silvio Grötzsch den Führungstreffer auf dem Fuß. Nachdem er den Torhüter umkurvt hatte, wurde sein Schuss von einem Verteidiger von der Torlinie gekratzt. Im Gegenzug schlug das Leder quasi aus dem Nichts im Mittweidaer Kasten ein: Bei einem Sonntagsschuss von Nico Talke gab es für Germania-Keeper Sören Geiger nichts zu halten. Die Platzherren schlugen aber noch vor der vor der Pause zurück. In der 45. Minute lag der Ball nach einem weiten Einwurf im Netz. Ein Torschütze konnte zunächst nicht ausgemacht werden. Erst im Nachgang stellte sich heraus, dassAdrian Kraus ins eigene Netz getroffen hatte.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit erhöhte Germania die Schlagzahl. In der 51. Minute brachte Andreas Hönig per Freistoß den Ball vors Tor, wo gleich drei Mittweidaer knapp am vorbeirutschten. In der 57. Minute verletzte sich Heidenaus Kapitän Paul Kant unglücklich. Nach einem Kopfballduell fiel er auf die Schulter und musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Nach Vorlage von Silvio Grötzsch setzte sich Toni Hahn in Mittelstürmerposition gegen zwei Gegenspieler durch und brachte das Leder in der 61. Minute zum 2:1 über die Linie. Nur fünf Minuten später bekam Kevin Frieden den Ball im Strafraum serviert, traf den zunächst nicht voll, mit dem zweiten Versuch verwandelte er jedoch zum vorentscheidenden 3:1. In der Schlussphase ließen die Zschopaustädter nichts mehr anbrennen. Nachdem Markus Pietsch in der Nachspielzeit im Strafraum umgerissen wurde, setzte dann Kapitän Silvio Grötzsch mit einem sicher verwandelten Foulstrafstoß den Schlusspunkt. Trainer Schneider: "In der zweiten Halbzeit haben wir unsere physischen Vorteile genutzt und dem Gegner den Schneid abgekauft." Nach dem Auswärtsspiel am Sonntag in Possendorf können sich alle Fans "Am Schwanenteich" jetzt auf das Spitzenspiel gegen Großenhain freuen.

Statistik Germania Mittweida: Geiger; Wilsdorf (78. Rothe), Salim, Hönig, Pittroff (46. Hahn) - Pietsch, Richter (28. Frieden), Ryssel, Wiltzsch - König, Grötzsch

Tore: 0:1 Talke (40.), 1:1 Kraus (45./ET), 2:1 Hahn (62.), 3:1 Frieden (67.), 4:1 Grötzsch (90.+4) - Schiedsrichter: Görke (Naunhof) - Zuschauer: 80.

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