Germania erkämpft einen Punkt

Mit einem torlosen Unentschieden sind die Sachsenliga-Fußballer aus Mittweida vom Kellerduell aus Taucha zufrieden zurückgekehrt. Dennoch war mehr möglich.

Mittweida.

So richtig einig sind sich die Verantwortlichen von Germania Mittweida über das torlose Unentschieden im Kellerduell der Fußball-Sachsenliga bei der SG Taucha nicht gewesen. Während sich die Mannschaft über einen verdienten Punktgewinn freute, war für einige mitgereiste Anhänger sogar mehr drin. In der Tat schmeichelt das Unentschieden eher den Gastgebern aus Nordsachsen, auf die die Mittweidaer weiterhin drei Punkte Vorsprung haben.

"Ich bin zunächst einmal sehr zufrieden mit der Leistung in der Defensive", sagte Germania-Trainer Uwe Schneider nach der Partie. "Unser Torwart Maik Ebersbach wurde zu keiner einzigen Parade gezwungen, darauf können wir aufbauen." Für sein Team war es das dritte Spiel ohne Gegentor seit dem Aufstieg in die Sachsenliga. "Natürlich wäre es schön gewesen, wenn vorn noch ein Nadelstich erfolgreich gewesen wäre. Zwei, drei Chancen dafür hatten wir."

Bei sehr windigen Wetterverhältnissen war das Spiel allerdings eine zähe Angelegenheit. Torraumszenen konnten die rund 80 Zuschauer im Tauchaer Sportzentrum an einer Hand abzählen. Nach etwas Anlaufzeit zielte der Mittweidaer zunächst zu hoch, im weiteren Verlauf traf er bei einem Schuss aus zehn Metern den Ball nicht richtig. Kurz vor der Halbzeit fand eine scharfe Hereingabe vom Mittweidaer Kapitän Silvio Grötzsch keinen Mitspieler, der den Ball über die Linie drücken konnte. In der Abwehr hatten die Mittweidaer das Geschehen im Griff. Die Abschlüsse der Tauchaer fanden nie den Weg in Richtung Germania-Tor - auch dank der guten Verteidigung.

In der zweiten Halbzeit kamen die Mittweidaer mit mehr Schwung. Silvio Grötzsch hatte aus spitzem Winkel die beste Chance des Spiels. Doch hier reagierte der Tauchaer Schlussmann Grune glänzend. Als dieser sich kurz darauf bei einem hohen Ball verschätzte, rollte Kevin Friedens Kopfball nur am Tor vorbei. In der Folge waren die Mittelsachsen weiterhin am Drücker, doch beim letzten Pass blieb der Ball oft an einem Abwehrbein der Gastgeber hängen. Hannes Ryssel hätte beinahe noch eine verunglückte Rückgabe der Tauchaer erlaufen, doch hier war Grune knapp zuvor auf dem Posten. In der Schlussphase mahnte Uwe Schneider weiterhin zur defensiven Disziplin, sodass die Mittweidaer am Ende einen Punkt mit an die Zschopau nahmen. "Für mich ist es auf jeden Fall ein Punktgewinn, weil wir dadurch Taucha auf Abstand halten", sagte Silvio Grötzsch. Nun gelte es aber, im Heimspiel am Sonntag gegen den FC Lößnitz nachzulegen, so der Kapitän. Germania-Präsident Harald Kaehs hätte vor der Partie in Taucha mit einem Unentschieden leben können. "Doch da wir die besseren Chancen hatten, wäre vielleicht sogar mehr drin gewesen." In einer Sache waren sich aber alle Beteiligen einig: Mit solchen Leistungen wie in den vergangenen beiden Spielen kann die Mannschaft die Klasse halten.

Statistik Mittweida: Ebersbach - Pietsch, Rauthe, Salim, Weinert (72. Hahn) - Antal, Ryssel, K. Frieden, Krasselt - Grötzsch, Ebert (59. Uhlig) - Tore: Fehlanzeige - Schiedsrichter: Leonhardt (Dresden) - Zuschauer: 80

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