Germania erwartet mutige Gäste

Zum zweiten Heimspiel in der Landesliga empfangen die Mittweidaer Fußballer am Sonntag mit der SG Taucha einen Aufsteiger. Der Mittweidaer Trainer sieht sein Team gerüstet und lobt vor allem die jungen Spieler.

Mittweida.

Das Mittweidaer Publikum bekommt die Landesliga-Mannschaft des SV Germania (11.Platz/3 Punkte) in den kommenden Wochen nicht oft in einem Pflichtspiel am Schwanenteich zu sehen. Bis Mitte Oktober präsentieren sich die Männer von Trainer Uwe Schneider nur zweimal zuhause: am Sonntag gegen die SG Taucha (14./0) und am Tag der Deutschen Einheit gegen den FC Grimma.

Ansonsten stehen vier Auswärtsspiele an - in Lößnitz, in der Liga sowie im Sachsenpokal bei Eintracht Niesky sowie bei der SV Olbernhau. Umso wichtiger ist das Heimspiel gegen die SG Taucha am Sonntag, die nach einjähriger Abstinenz im Sommer aus der Landesklasse Nord in die Sachsenliga zurückkehrte. Germania-Coach Uwe Schneider hatte bereits das Pokalspiel in Meerane (7:6-Sieg nach Elfmeterschießen) als Vorbereitung auf das Aufsteiger-Duell am Sonntag angesehen. "Da sind meine Spieler zum Großteil über 120 Minuten marschiert", lobt Schneider seine Männer. Die angeschlagenen Spieler, wie auch Kapitän Silvio Grötzsch, hätten sich zudem die nötige Physis für längere Einsätze geholt. "Silvio hat danach zwar wieder pausiert, aber wir warten bei ihm einfach mal das Abschlusstraining am Freitag ab." Lediglich Abwehrspieler Markus Pietsch muss die kommenden Wochen mit Sicherheit pausieren. Er zog sich im Pokalspiel am vergangenen Sonntag einen Muskelfaserriss zu. Obwohl Uwe Schneider dort schon ein wenig den Blick auf das Duell gegen die SG Taucha legte, sei die Partie am Sonntag eine wie jede andere - trotz der harten Auswärtsaufgaben in den Folgewochen. "Wir werden sicherlich Punkte in Spielen holen, in denen es uns niemand zugetraut hat", sagt der Coach. "Andererseits werden wir auch leer ausgehen, wenn vielleicht etwas möglich ist." Schneider schätzt, dass die Tauchaer am Sonntag in Mittweida voll auf Sieg spielen werden. "Sie haben in der Liga bisher zwar noch keine Punkte geholt, aber mit Lößnitz und Niesky auch Gegner gehabt, gegen die man verlieren kann." Der Mittweidaer Trainer hat die Tauchaer am vergangenen Wochenende bei deren 2:0-Sieg im Landespokal bei Fortuna Chemnitz beobachtet. "Sie haben die Chemnitzer auf deren eigenem Kunstrasen dominiert."

Ein junger Spieler, der seit der Saisonvorbereitung im Landesliga-Kader mitmischt, ist inzwischen schon eine echte Bereicherung geworden. Philipp Krasselt spielte im Mittelfeld in Meerane sogar 120 Minuten durch. "Er ist sehr aggressiv und läuferisch stark", sagt Schneider. "Zudem verhält er sich in den Zweikämpfen schon sehr geschickt." Mit Eric Teichgräber, Christian Schmidt und Tobias Grau standen in den vergangenen Wochen drei weitere junge Akteure ständig im Kader der ersten Mannschaft. "Ich finde es schön, dass sie sich dem höheren Trainingsanspruch stellen wollen. Einige von ihnen haben seit Sommer keine Einheit verpasst und entwickeln sich Stück für Stück weiter." Der nächste Schritt soll am Sonntag folgen.

Landesliga 3. Spieltag - So., 15 Uhr: SV Germania Mittweida - SG Taucha (Stadion am Schwanenteich)

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