Germania lässt zuhause Federn

Im ersten Heimspiel des Sachsenliga-Jahres haben die Fußballer aus Mittweida gegen Pirna-Copitz mit 0:2 (0:0) verloren. Vor allem in der Offensive fehlte die Durchschlagskraft.

Mittweida.

Eine Woche nach dem Sieg im Nachholspiel bei Blau-Weiß Leipzig (2:1) haben die Sachsenliga-Fußballer von Germania Mittweida zuhause keine Punkte nachlegen können. Zum regulären Auftakt in die Rückrunde unterlagen sie dem VfL Pirna-Copitz mit 0:2 (0:0).

Regen und starker Wind auf dem Mittweidaer Kunstrasenplatz machten die Partie für beide Teams sowie alle Zuschauer zu einer ungemütlichen Angelegenheit. Bei den Gastgebern fehlten mit Roy Blankenburg, Tobias Grau und Philipp Krasselt gleich drei Schlüsselspieler, was sich vor allem auf das Offensivspiel und die Zweikampfpräsenz der Platzherren deutlich auswirkte. Dies musste auch Germania-Trainer Uwe Schneider anerkennen: "Die Mannschaft hat alles gegeben, und ich bin mit der Leistung nicht unzufrieden", so der Coach. "Für uns war auch angesichts der Personalsituation einfach nicht viel mehr drin. Das 2:0 für den Gegner geht in Ordnung."

Die Pirnaer bestimmten die Anfangsphase. Die Mittweidaer Defensive hatte gleich zu Beginn einige brenzlige Strafraumsituationen zu bewältigen. Danach kämpften sich Gastgeber zunehmend in die Partie und spielten auf Augenhöhe. Auf beiden Seiten gab es jedoch kaum echte Torchancen zu verzeichnen. In der 25. Minute musste Germania-Schlussmann Maik Ebersbach zum ersten Mal hinter sich greifen: Bei seinem Kopfball stand der Pirnaer Kay Weska jedoch deutlich im Abseits, und der Treffer fand zurecht keine Anerkennung. In der 28. Minute wurde Ebersbach bei einem Distanzschuss von Stefan Höer aus abseitsverdächtiger Position geprüft. Diesmal war die Fahne des Assistenten jedoch unten geblieben.

Die Mittweidaer kamen dem Tor der Gäste nur bei einigen Standardsituationen nahe, die jedoch allesamt verpufften. Nach einem Eckball in der 42. Minute hatten die Pirnaer ihre bis dahin größte Chance. Philipp Kötzsch kam am kurzen Pfosten zum Kopfball, doch Ebersbach lenkte das Leder mit einem Reflex über die Latte.

Auch in der 2. Halbzeit waren die Gäste dem Führungstreffer näher. In der 50. Minute war der Mittweidaer Schlussmann bei einem Distanzschuss von Kai Kemper erneut gefordert. Kurz darauf war er bei einem abgefälschten Schuss bereits in die andere Torecke unterwegs, konnte den Ball aber mit letztem Einsatz noch um den Pfosten lenken. In der 74. Minute war jedoch auch der starke Germania-Keeper beim folgerichtigen 0:1 machtlos. Eine gelungene Kombination über die rechte Seite schloss Philip Kötzsch aus kurzer Distanz unhaltbar ab.

Die Hausherren steckten nicht auf und hatten in der 79. Minute den Ausgleich auf dem Fuß: Felix Ebert setzte sich an der Strafraumgrenze durch und kam am Elfmeterpunkt frei zum Schuss - traf dabei jedoch genau den VfL-Torwart. In der 88. Minute machten die Gäste dann den Deckel drauf: Aus 16 Metern schlenzte der eingewechselte Philip Heineccius das Leder genau in den Winkel und schoss sein Team auf den 2. Tabellenplatz (27 Punkte).

Die Mittweidaer sind dagegen auf Platz 7 abgerutscht (25 Punkte). Die Konzentration gilt nun der Partie am kommenden Samstag bei Tabellenschlusslicht Stahl Riesa, wo es die Mannschaft von Uwe Schneider mit den Rückkehrern ins Team vor allem im Offensivspiel besser machen möchte.

StatistikMittweida: Ebersbach - Pietsch (66. Goeschel), Kuhl, Stier, Ryssel - Frieden, Hönig - Ebert, Hennig, Grötzsch (78. Heinrich) -Hahn - Tore: 0:1 Kötzsch (74.), 0:2 Heineccius (88.) - Schiedsrichter: Meißner (Delitzsch) - Zuschauer: 51


Einen Monat für
nur 1€ testen.
Verlässliche Informationen sind jetzt besonders wichtig. Sichern Sie sich hier den vollen Zugriff auf freiepresse.de und alle FP+ Artikel.

JETZT 1€-TESTMONAT STARTEN 
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.