Germania lernt sich neu kennen

Mit einem viertägigem Trainingslager starten die Landesliga-Fußballer aus Mittweida in die Vorbereitung auf die neue Saison. Dabei sind in der Dresdner Heide auch einige neue Gesichter zu sehen.

Mittweida.

Die kommende Landesliga-Saison wird eine echte Herausforderung für die Mittweidaer Fußballer. "Das ist ein knüppelhartes Programm", kommentiert Germania-Trainer Uwe Schneider die Aufstockung der Sachsenliga auf 22Teams. Das Ziel des letztjährigen Achten heißt deshalb klipp und klar Klassenerhalt. "Und das wird bei insgesamt acht Absteigern sehr schwierig", befürchtet Schneider.

Die Grundlagen wollen die Mittweidaer Kicker langsam legen. Diesen Donnerstag reisen sie zunächst ins schon traditionelle Trainingslager nach Dresden-Weißig. Aufgrund des späten Punktspielstarts, der erst für Anfang September geplant ist, erscheint dieser Termin recht früh. "Wir hatten dieses Wochenende jedoch schon im vergangenen Jahr gebucht", erklärt Schneider. Natürlich werde man jetzt nicht voll durchstarten, "dann sind die Jungs im September schon verbrannt", so der Germania-Coach. Vielmehr gelte es, sich im Team kennenzulernen - denn für Mittweidaer Verhältnisse war die Fluktuation im Kader mit vier Zu- und drei Abgängen diesmal ungewöhnlich hoch.

"Vor allem im Defensivbereich haben wir einen großen Aderlass", sagt Schneider. Mit Kapitän Philipp Rauthe, dem eine weitere Kreuzband-OP droht, und Hannes Ryssel, der eine Pause einlegt, brechen dem Coach zwei langjährige Stammspieler weg. Ersatztorwart Nico Kaiser wechselt zum TV Oberfrohna. Demgegenüber stehen vier Neuzugänge: Torwart Alexander Goldammer (24) kommt von Stahl Riesa, Mittelfeldspieler Daniel Heinrich (22) vom VfL Hohenstein-Ernstthal. Zudem konnte Schneider mit Philipp Seifert (19) und Paul-Luis Eckardt (19) zwei hoffnungsvolle Talente zu Germania locken.

Seifert wechselt von der U 19 des Chemnitzer FC an den Schwanenteich. "Er ist 1,86 Meter groß und soll unser Offensivspiel beleben", sagt Schneider. Ausschlaggebend sei dabei auch der Wohnort gewesen. "Er lebt in Niederlichtenau und hat es nicht weit nach Mittweida."

Glücklich ist der Germania-Trainer auch über die Verpflichtung Eckardts, der vom VfL Hohenstein-Ernstthal kommt. "Er passt sehr gut in unser Profil, junge Spieler weiterzuentwickeln." Der 19-Jährige ist im Defensivbereich flexibel einsetzbar und kam für den Chemnitzer FC bereits zu einem Kurzeinsatz in der 3.Liga. "Ich habe seit März um ihn gekämpft", so Schneider.

Trotz der Neuverpflichtungen wartet viel Arbeit auf das Team. "Zunächst gilt es, die jungen Spieler zu integrieren", erklärt der 59-jährige Coach. "Sie müssen vor allem verstehen, dass im Männerfußball nicht alles nach 'Schema F' läuft - da wird auch mal unorthodox gespielt." Am Ende hofft Schneider auf gute individuelle Entwicklungen. "Das Zauberwort heißt Leistung."

Im Trainingslager soll sich das Team vor allem näher kennenlernen, kündigt Schneider an. So steht neben den Einheiten auch ein gemeinsamer Grillabend auf dem Programm. Zum Landesliga-Kader gehören 19 Feldspieler und zwei Torhüter, zudem fahren einige Talente aus der Jugend mit ins Trainingslager. Das erste Testspiel bestreiten die Mittweidaer am Samstag beim SV Wesenitztal, der in der kommenden Saison in der Landesklasse Ost auf Punktejagd gehen wird.

Sommerfahrplan SV Germania Mittweida: 16. bis 19. Juli: Trainingslager in Weißig 18. Juli, 14 Uhr: SV Wesenitztal (A); 25. Juli, 14.30 Uhr: Meißner SV (A); 2. August, 14 Uhr: Eintracht Sermuth (A); 8. August, 14 Uhr: HFC Colditz (A); 15. August, 14 Uhr: Rapid Chemnitz (H); 22. August, 14 Uhr: BSC Freiberg (A); 26.August, 18.45 Uhr: Fortuna Chemnitz (H)

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