Germania: Mit Blitzstart zum Auswärtssieg

Die Sachsenliga-Fußballer aus Mittweida haben beim FSV Neusalza-Spremberg mit 3:1 (3:1) gewonnen. Dabei überzeugte besonders ein junger Spieler.

Mittweida.

Wenn ein Team, das sich im Abstiegskampf befindet, beim Tabellendritten gewinnt, dann kann man getrost von einer Überraschung sprechen. Für dieses kleine Ausrufezeichen haben gestern die Mittweidaer Sachsenliga-Fußballer gesorgt. Sie gewannen beim starken Aufsteiger FSV Neusalza-Spremberg mit 3:1 (3:1) und vergrößerten damit ihr Polster auf die Abstiegsränge.

Mittweidas Trainer Uwe Schneider war sehr angetan vom Auftritt seiner Mannschaft. "Das war unsere bisher beste Leistung in einem Auswärtsspiel in dieser Saison", sagte der Übungsleiter zum Erfolg an der deutsch-tschechischen Grenze. Außerdem war es der zweite Auswärtssieg in Folge nach dem 3:0 in Markkleeberg vor zwei Wochen. "Die Mannschaft hat sich weiterentwickelt und die Automatismen greifen langsam. Jeder weiß, was er auf dem Feld zu tun hat." Über einen seiner Jungs aus dem eigenen Nachwuchs war er am Sonntag besonders stolz. Tobias Grau, der aus der eigenen Mittweidaer A-Jugend hochgezogen wurde, war nicht nur an zwei Toren direkt beteiligt, sondern überzeugte auch im physischen Bereich. "Er hat sein bestes Spiel gemacht, seitdem ich ihn trainiere", so Schneider.

Und der 19-Jährige sorgte mit seinem Einsatz bereits in der Anfangsphase für viel Betrieb im Strafraum der Ostsachsen. In der 7. Minute zwang er nach einer Flanke seinen Gegenspieler Tommy Hentschel in ein Kopfballduell. Die Rückgabe an den Torwart verunglückte dem Neusalzaer derart, dass sie im eigenen Netz landete. Nur fünf Minuten später holte Germania zum Doppelschlag aus. Nach einem Konter passte Philipp Rauthe im richtigen Moment zu Grau, der den Ball zum 2:0 über die Linie drückte. "Das war ein wunderschöner Spielzug", so Schneider. Kurz darauf fing sich seine Mannschaft allerdings prompt den Gegentreffer ein. Anton Stehr verkürzte nach 17 Minuten für die Ostsachsen. "Danach gab es bei uns leichte Unstimmigkeiten, aber das Team hat insgesamt super reagiert." Philipp Rauthe, der wieder im zentralen Mittelfeld aufgeboten wurde, stellte nach 32 Minuten den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her.

In der zweiten Halbzeit hatten die Mittweidaer zwei, drei kritische Situationen zu überstehen. "Dazu haben wir es selbst verpasst, das vierte Tor nachzulegen", sagte Schneider. Dennoch gehe dieser Sieg in Ordnung, so der Coach. "Ich habe vor dem Spiel gesagt, dass wir punkten wollen und müssen." Gesagt, getan. "Es kommen nun noch schwere Spiele, da tut jeder Punkt gut."

Am kommenden Sonntag ist so eine Partie. Dann gastiert Oberliga-Absteiger Einheit Kamenz am Schwanenteich.

Statistik Mittweida: Ebersbach - Pietsch, Salim, Antal, Weinert - Grötzsch, Hönig, Rauthe, Krasselt (89. C. Schmidt) - Ebert (87. Wilsdorf), Grau (78. Hahn); Tore: 0:1 Hentschel (7./ET), 0:2 Grau (12.), 1:2 Stehr (17.), 1:3 Rauthe (32.); SR: Köber (Dresden) - Zu.: k.A.

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