Germania muss im Keller überwintern

Die Sachsenliga-Fußballer des SV Germania Mittweida haben beim SSV Markranstädt 1:3 (1:2) verloren. Dabei agierten sie über 50Minuten in Unterzahl.

Mittweida.

Für die Fußballer des SV Germania Mittweida hat es im letzten Spiel des Jahres nichts Zählbares gegeben: Die Mittweidaer unterlagen gestern Nachmittag beim SSV Markranstädt trotz großen Kampfes mit 1:3 (1:2).

"Trotz der Niederlage bin ich von meiner Mannschaft positiv überrascht und ziehe meinen Hut vor ihr, wie sie in Markranstädt nach dem Rückstand in Unterzahl zurückgekommen ist", sagt der Mittweidaer Trainer Uwe Schneider. "Leider haben wir erneut keine Punkte auf unser Konto bekommen und überwintern nun als Vorletzter. Wir können aber in dieser Liga mithalten und müssen keinen fürchten." Sein Team habe beim ehemaligen Oberligisten mindestens ein Unentschieden verdient gehabt, so der Coach. "Aber wir sind an unserer Chancenverwertung gescheitert."

Und ein wenig auch an der Disziplin in der ersten Halbzeit. Die Markranstädter gingen gleich durch zwei Foulelfmeter in Führung, in deren Entstehung sie jeweils über die linke Mittweidaer Abwehrseite durchbrechen konnten. Christopher Griebsch verwandelte in der 9.Minute den ersten Strafstoß der Gastgeber, nachdem Andreas Hönig an der Grundlinie einen SSV-Spieler nur regelwidrig stoppen konnte. "Das war ein klarer Elfmeter", sagt Uwe Schneider. Der zweite Elfmeterpfiff in der 17. Minute sei dagegen schon fragwürdiger gewesen, weil der Ball beim Foulspiel von Nico Götze bereits ins Aus gerollt ist. Auch diesen Strafstoß verwandelte Griebsch - 2:0 für Markranstädt.

Für die Mittweidaer gab es in der 40. Minute den nächsten Nackenschlag, als Andreas Hönig nach einem groben Foul im Mittelfeld mit der roten Karte vorzeitig zum Duschen geschickt wurde. "Er weiß, dass er nicht der schnellste Spieler ist und muss sich in solchen Zweikämpfen anders verhalten", sagt sein Trainer. 50 Minuten in Unterzahl und 0:2 zurück - doch danach wachten die Mittweidaer auf. Nachdem Philipp Krasselt mit einem Flachschuss am furios parierenden SSV-Torwart Paul Kruse scheiterte, machte er es kurz vor dem Pausenpfiff besser und traf nach einem schnellen Angriff zum 1:2. "Ich habe den Jungs in der Halbzeit gesagt, dass sie sich mehr mit ihrem Spiel statt mit dem Schiedsrichter beschäftigen sollen", so Schneider.

In den zweiten 45 Minuten drängte Germania auf den Ausgleich und ließ reihenweise Chancen liegen. Toni Hahn köpfte eine Flanke von Kevin Frieden knapp neben das Tor, Felix Ebert scheiterte aus Nahdistanz am wiederum prächtig reagierenden SSV-Keeper Kruse. Hannes Ryssel lief zudem allein auf den Schlussmann zu, wurde aber noch abgedrängt. Als die Mittweidaer in der Nachspielzeit alles nach vorn warfen, verlor Torwart Michael Schmidt an der Mittellinie den Ball. Maximilian Bernsdorf hatte keine Mühe mehr, das Spielgerät im verwaisten Tor unterzubringen. Die Mittweidaer gehen nun mit 14Punkten und auf Platz 15 liegend in die Winterpause.

Statistik Mittweida: Schmidt - Pietsch, Rauthe, Hönig, Götze - Krasselt, K. Frieden, Ryssel, Antal - Ebert, Richter - Tore: 1:0, 2:0 Griebsch (9./FE, 17./FE), 2:1 Krasselt (45.), 3:1 Bernsdorf (90.+2) - Schiedsrichter: Meisel (Dresden) - Zuschauer: 50

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...