Germania muss Punkte teilen

Mit gemischten Gefühlen sind die Mittweidaer Landesliga-Fußballer gestern nach dem 2:2 (1:1)-Remis gegen Neusalza-Spremberg in die Kabinen gegangen. Dabei war für beide Teams mehr drin.

Mittweida.

Am Ende mussten die Sachsenliga-Fußballer von Germania Mittweida sogar noch froh sein, dass sie in ihrem Heimspiel gegen den FSV Neusalza-Spremberg einen Punkt erkämpfen konnten. Die Gäste hatten in der Schlussphase große Möglichkeiten auf das Siegtor. In den Mittweidaer Reihen ist nach dem 2:2-Unentschieden die Enttäuschung über den verpassten Sieg dennoch groß.

"Wenn wir zuhause zweimal in Führung gehen, wollen wir natürlich die drei Punkte auch hier behalten", sagte Felix Ebert nach dem Schlusspfiff. Der Neuzugang aus Frankenberg hätte mit seinem Traumtor in der 68. Spielminute sogar zum Matchwinner werden können. Doch daraus wurde nichts, weil die Gäste in der 82. Minute ausglichen und im Anschluss noch zwei Großchancen zum Sieg vergaben.

"Wir müssen es in Zukunft einfach lernen, dass wir die Konzentration auch in der Schlussphase hochhalten", fordert Germania-Trainer Uwe Schneider von seiner Mannschaft. Gerade in den letzten Minuten schafften es seine Spieler nicht mehr, für Entlastung zu sorgen. "Das zweite Gegentor darf so einfach natürlich nicht fallen", so Schneider. "Es war ein einfacher Ball durch die Schnittstelle der Abwehr, den wir rausschlagen müssen."

Nur an dieser Szene wollte er das Unentschieden allerdings nicht festmachen. "Wir hatten in der ersten Halbzeit genügend Chancen für mehr Tore." Dabei begann seine Mannschaft sehr effektiv: In der 5.Minute erlief Patrick Richter - der seit einigen Wochen als zweite Spitze aufgeboten wird -einen verunglückten Rückpass der Ostsachsen und schob überlegt zur Mittweidaer Führung ein. Nur fünf Minuten später wurde ein Schuss von Ebert im letzten Moment geblockt. Germania spielte weiter über die Außenbahnen nach vorn. Nach 13 Minuten kam Kapitän Silvio Grötzsch im Strafraum zu Fall, doch Schiedsrichter Lars Albert aus Leipzig war dies zu wenig für einen Strafstoß.

Die Gäste überzeugten hingegen mit ihrer Spielstärke sowie ihrem Konterspiel. Ein Gegenangriff hätte nach einer Viertelstunde fast zum Ausgleich geführt, doch hier ging der Schuss von Paul Jockisch knapp vorbei. Mittweida kam in der Folge zu zwei weiteren Gelegenheiten. Nach 20 Minuten lag der Ball sogar im Tor der Gäste, nachdem ihn Ebert über die Linie drückte - doch der Treffer wurde wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung nicht gegeben. Kurz darauf konterte die Germania im eigenen Stadion: Nach einem tollen Diagonalball von Philipp Krasselt setzte sich Christoph Antal im Strafraum durch, sein Versuch landete aber nur am Außenpfosten. Auf der Gegenseite machte es Jockisch nun besser und erzielte im Nachsetzen den Ausgleich (27.), nachdem Grötzsch im Mittelfeld den Ball verloren hatte. Bis zur Pause hatten die Gäste leichte Vorteile, aber nennenswerte Torchancen gab es nicht mehr.

So ging es auch in den zweiten 45Minuten zunächst weiter. Lange Zeit spielte sich das Geschehen zwischen den Strafräumen ab, bis nach gut 65 Minuten Germania-Torwart Nico Kaiser gegen einen Gäste-Stürmer glänzend parierte. "Er hat ein fehlerfreies Spiel gemacht und ich habe ihm mit Blick auf die Zukunft wieder eine Chance geben wollen", begründete Uwe Schneider den Wechsel zwischen den Pfosten.

Kurz nach Kaisers Parade spekulierte Felix Ebert an der Strafraumgrenze richtig und drosch eine Kopfballabwehr der Gäste per Dropkick zur erneuten Führung ins Tor. Danach drückten die Gäste mächtig aufs Tempo und kamen durch Willi Berge zum Ausgleich (82.). Dabei blieb es trotz eines offenen Schlagabtauschs in der Schlussphase mit den besseren Chancen für die Gäste. Mit 11 Punkten ist die Germania nun auf Platz 13 notiert und reist am Samstag zu Tabellenführer und Oberliga-Absteiger Einheit Kamenz.

Statistik Mittweida: Kaiser - Pietsch (73. Kuhl), Rauthe, Hönig, Krasselt (60.Grau) -Antal, K. Frieden, Ryssel, Grötzsch (85. Wilsdorf) - Ebert, Richter - Tore: 1:0 Richter (5.), 1:1 Jockisch (28.), 2:1 Ebert (68.), 2:2 Berge (82.) - Schiedsrichter: Albert (Leipzig) - Zu.: 125

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