Germania rutscht in den Abstiegskampf

Die Mittweidaer Landesliga-Fußballer haben beim Großenhainer FV klar mit 0:4 (0:2) verloren. Der Trainer erkannte gar einen Klassenunterschied.

Mittweida.

Für die Landesliga-Fußballer des SV Germania Mittweida ist das kleine Punktepolster auf die Abstiegsplätze nach der 0:4 (0:2)-Auswärtsniederlage beim Großenhainer FV nun aufgebraucht. Lediglich einen Zähler trennt die Mittweidaer noch von den Abstiegsrängen. Mit zehn Zählern rangiert Germania inzwischen auf dem 12. Platz.

In Großenhain waren die Mittweidaer Pläne, so lange wie möglich kein Gegentor zu kassieren, bereits nach drei Minuten nichtig geworden. Nach einem verlorenen Zweikampf im Mittelfeld wurde der Großenhainer Stürmer Paul Konrad Witschel auf die Reise geschickt. Dieser gewann noch einen Zweikampf gegen Andy Hönig und lupfte den Ball anschließend über Germania-Torwart Michael Schmidt in die Maschen. "Es ist sehr ärgerlich, wenn wir mit dem ersten gefährlichen Angriff gleich wieder das Gegentor bekommen", sagt Mittweidas Trainer Uwe Schneider. In der Folge habe sich seine Mannschaft dann aber stabilisiert und zumindest einige Halbchancen kreieren können. Doch nach 28 Minuten sorgte Witschel mit seinem zweiten Treffer schon für klare Fronten. "Da war die Situation eigentlich schon geklärt, aber er hat mit seiner individuellen Klasse mit dem Rücken zum Tor stehend getroffen", so Schneider. Kurz darauf verschossen die Hausherren sogar einen Handelfmeter, sodass die Mittweidaer mit dem 0:2 zur Pause noch gut bedient waren.

"In der zweiten Halbzeit hatten wir allerdings nichts mehr entgegenzusetzen. Da habe ich dann sogar einen Klassenunterschied erkannt", sagt Schneider. Sehr sauer stößt ihm dabei der dritte Gegentreffer auf. "Wir haben in dieser Phase viel zu viel mit dem Schiedsrichtergespann gehadert und auf Abseitsstellungen spekuliert." Dennis Scholtissek nutzte dies in der 54.Minute und machte den Sack zu. "Es ist vollkommen falsch, das Fußballspielen einzustellen und sich auf den Schiedsrichter zu verlassen. Für mich ist das ein Zeichen von Schwäche." Schwach verteidigten die Mittweidaer auch beim 0:4, das Tom Weihrauch sechs Minuten vor Ultimo erzielte.

"Das Leistungsgefälle innerhalb der Mannschaft ist derzeit groß. Es gibt Spieler, die in der Landesliga angekommen sind und einige, die daran derzeit verzweifeln", so Schneider, dem zudem der letzte Biss und die letzte Laufbereitschaft fehlt. "Dass wir spielerisch unterlegen sind, ist uns klar. Aber inzwischen sind wir das auch physisch." Daher sieht der Trainer schwere Zeiten auf seine Mannschaft zukommen. Den Bock umstoßen kann sie am Sonntag im Aufsteiger-Duell gegen Neusalza-Spremberg.

Statistik Mittweida: M. Schmidt - Pietsch, Rauthe, Hönig, Götze - Frieden (72. Hahn), Ryssel - Krasselt (58. Ebert), Grötzsch, Wilsdorf (58. Antal) - Grau - Tore: 1:0, 2:0 Witschel (3., 28.), 3:0 Scholtissek (54.), 4:0 Weihrauch (84.) - Schiedsrichter: Jäger (Leipzig) - Zuschauer: 151

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