Germania schwitzt in der Heide

Mit einem viertägigen Trainingslager haben die Sachsenliga-Fußballer aus Mittweida ihre Vorbereitung auf die neue Saison begonnen. Von einem Lagerkoller war in Weißig nichts zu spüren.

Mittweida.

Uwe Schneider hatte am Samstag kein Erbarmen mit seinen Jungs. "Ihr entscheidet heute mit eurer Leistung, wie morgen Vormittag trainiert wird", sagte der Trainer von Germania Mittweida vor dem Testspiel gegen den SV Klinga-Ammelshain. Am Ende sprang gegen den Kreisligisten aus dem Muldental - der sich wegen dem Testspiel auf die gut 100 Kilometer lange Fahrt in den Sportpark Weißig gemacht hatte - ein 5:2 (1:1)-Sieg heraus. Zufrieden stellte das den Germania-Coach aber nicht.

"Ich habe ja schon vorher gesagt, dass das Ergebnis zweitrangig ist. Unsere Leistung war nicht gut." Läuferisch konnte er seinem Team weniger Vorwürfe machen. "Aber bei der hohen Belastung, die die Jungs in den vergangenen Tagen hatten, müssen sie spielerisch einfachere Optionen wählen. Nicht ein komplizierter Ball kam beim Mitspieler an", so der 58-Jährige. Dazu kam, dass die Mittweidaer Stürmer besonders in der ersten Halbzeit mit den Chancen schluderten. Sie verzweifelten dabei vor allem an ihrem eigenem Torwart Benjamin Klinger. Da die Gäste aus Klinga ohne Schlussmann angereist waren, hielt Klinger über 90Minuten ihr Tor - und das mit teils schönen Paraden.

In der zweiten Halbzeit schraubten die Mittweidaer das Ergebnis dann noch in die Höhe. Tobias Grau und Toni Hahn trafen doppelt, Hannes Ryssel hatte bei seinem Kopfballtor aus einem Meter Entfernung keine Mühe. Neuzugang Tobias Heinrich kam eine Halbzeit auf der linken Außenbahn zum Einsatz. Der zweite Neue im Team, Roy Blankenburg, war noch nicht mit ins Trainingslager gereist. Christophs Antal Beine waren nach dem Testspiel schon schwer. "Aber das muss ja in einem Trainingslager so sein", so der 25-Jährige, der als Linksverteidiger agierte. "Die Belastung hier ist eine andere als gewöhnlich. Wir haben hier längere Einheiten und legen besonderen Wert auf den Ausdauerbereich." Dabei wechselten sich in den vergangenen Tagen die langen Läufe durch die Dresdner Heide mit Zirkeltraining und Kraftkreis auf dem Gelände des Sportparks ab. "Die entspannteren Einheiten hatten wir beim Fußballtennis", so Antal, der im vergangenen Sommer aus Frankenberg nach Mittweida gewechselt war.

Generell fühlen sich die Mittweidaer im Sportpark sehr wohl. Bereits das achte Mal war die Mannschaft in der Dresdner Heide zu Gast. "Ein Lagerkoller kommt hier nicht auf", sagt Christoph Antal. "Wir bekommen hier Vollverpflegung, haben Tennisplätze draußen sowie Tischtennisplatten, Dartscheiben und eine Sauna im Gebäude. Es ist wirklich schön." Und die Mannschaft kümmerte sich auch selbst um Unterhaltung. Abende am Grill standen genauso auf dem Programm wie der gemeinsame Rückblick auf die abgelaufene Landesliga-Saison. "Wir haben da ja alle Spiele auf Video aufgenommen und einige Sequenzen nochmal angesehen", so Antal.

Nach dem Aufgalopp geht es für Germania am kommenden Sonntag mit dem nächsten Testspiel weiter. Dann gastieren sie in Hausdorf bei Landesklasse-Vertreter HFC Colditz. Es folgen weitere Vorbereitungsspiele in Döbeln, Geringswalde und Sermuth. "Wir haben uns bewusst für Gegner in der Region entschieden, um keine weiten Wege zu haben", sagt Uwe Schneider.

Das erste Pflichtspiel führt die Mittweidaer nach Ostsachsen. Am 10. August gastieren sie in der ersten Runde des Sachsenpokals bei Landesklasse-Vertreter SV Zeißig in Hoyerswerda. "Ein für uns noch unbekannter Gegner. Aber das Spiel gehört für mich noch zur Vorbereitung", sagt Uwe Schneider.

Der Auftakt in die Punktspiele ist fast identisch mit dem vergangenen Jahr. Nur diesmal geht es für die Mittweidaer erst zum VfL Pirna-Copitz und dann zuhause gegen die BSG Stahl Riesa. Im vergangenen Jahr war es genau umgekehrt.

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