Germania stürmt an die Spitze

Durch einen 3:1-Sieg bei Handwerk Rabenstein haben die Mittweidaer Fußballer die Tabellenführung in der Landesliga erobert. Im Spiel gab es allerdings eine ungeplante Pause.

Mittweida.

Die Fußballer von Germania Mittweida werden in den kommenden zwei Wochen den Blick auf die Tabelle der Landesliga ganz besonders genießen. Nach dem 3:1 (0:1)-Auswärtssieg bei der SG Handwerk Rabenstein sind die Mittweidaer Kicker erstmals Spitzenreiter in Sachsens höchster Liga.

"Vielleicht schneide ich mir die Tabelle ausnahmsweise auch mal aus", sagte der Mittweidaer Kapitän Philipp Rauthe nach dem Abpfiff schmunzelnd. "Aber wir sollten nicht übertreiben. Es ist eine schöne Momentaufnahme, mehr aber nicht." Dabei war der Kapitän maßgeblich daran beteiligt, dass sein Team an die Spitze stürmte. Mit einem Solo und finalem Schuss ins untere Eck sorgte er in der 50. Minute für den zwischenzeitlichen Ausgleich, nachdem in der ersten Halbzeit nicht viel zusammenlief. "Da haben wir sehr pomadig gespielt und sind wieder in Rückstand geraten", sagte Germania-Trainer Uwe Schneider. "Wie die Mannschaft zurückgekommen ist, war super."

Die Gastgeber, die im Sommer aus der Landesklasse West in die Sachsenliga aufgestiegen waren, hätten zur Pause durchaus höher führen können. Doch Maik Ebersbach im Mittweidaer Tor verhinderte schon da einige gute Einschussmöglichkeiten. "Auch in der zweiten Halbzeit hat er uns bei einer Riesenchance für Rabenstein im Spiel gehalten", sagte Schneider.

Just in dieser Phase schien die Partie zugunsten der Mittweidaer zu kippen. Doch für die beiden Teams kam ein weiterer Gegner hinzu: Über dem idyllischen Sportplatz zog eine Gewitterfront herein. Eine Unterbrechung der Partie schien aufgrund der zuckenden Blitze am Himmel wahrscheinlich. Doch zunächst legte Mittweida nach: Philipp Krasselt drückte im Nachsetzen den Ball zum 2:1 über die Linie und brachte die Mittelsachsen somit auf die Siegerstraße. Die vielen Mittweidaer Fans hatten sich aufgrund des Regens inzwischen unter Pavillons verkrochen und bejubelten von da aus die Führung. Danach unterbrach Schiedsrichter Lorenz die Partie für eine Viertelstunde. "Das war auch richtig so. Aber die Pause kam ungelegen, weil wir am Drücker waren", sagte Uwe Schneider. Nach Wiederanpfiff drückte seine Mannschaft auf die Entscheidung. Der eingewechselte Youngster Nick Goeschel hatte diese schon auf dem Fuß, setzte den Ball aber knapp vorbei. In der Nachspielzeit machte dann Felix Ebert den Sack zu. Mittweida ist nun zwei Wochen Spitzenreiter und reist am Sonntag zum Sachsenpokalspiel bei der SG Weixdorf. (rosd)

Statistik Mittweida: Ebersbach - Hahn, Kuhl, Hönig, Weinert - Rauthe, Frieden - Ebert (90.+12 C. Schmidt), Blankenburg, Krasselt - Grau (69. Goeschel) - Tore: 1:0 Mühlig (14.), 1:1 Rauthe (50.), 1:2 Krasselt (68.), 1:3 Ebert (90.+9) - SR: Lorenz (Dresden) - Zu.: 183

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