Germania verspielt Führung

Mit einem 1:1 (1:0) haben sich die Sachsenliga-Fußballer aus Mittweida am 4.Spieltag vom VfB Empor Glauchau getrennt. Auch wenn es keine drei Auswärtspunkte gab, war es für Trainer Uwe Schneider die bislang beste Saisonleistung seines Teams.

Mittweida.

In den Augen von Uwe Schneider war seine Mannschaft dem Sieg schon oft näher als der Gegner. Meist haben die Landesliga-Fußballer des SV Germania Mittweida diese Spiele aber am Ende verloren. "Von daher kann ich sagen, dass ich mit dem Punkt zufrieden bin, auch wenn wir heute sicher drei verdient hätten", sagte der Germania-Coach nach dem 1:1 (1:0)-Unentschieden beim den VfB Empor Glauchau. Dabei hatten die Mittweidaer über lange Zeit geführt. Erst in der Schlussviertelstunde mussten sie nach einer Standardsituation doch noch den Ausgleich hinnehmen.

"Wir hätten das Spiel in der 1.Halbzeit schon entscheiden müssen", sagte Schneider, der in den ersten 45 Minuten ein sehr gutes Spiel seiner Schützlinge sah. In der 10.Minute gingen die Gäste auch verdient in Führung: Einen weiten Einwurf klärten die Glauchauer am eigenen Strafraum nicht energisch genug. Der Ball gelangte zu Toni Hahn, der zwar mit dem Rücken zum Tor stand, das Spielgerät aber aus der Drehung flach ins Tor jagte.

Die Freude über sein erstes Saisontor währte bei Hahn aber nicht allzu lange. Denn schon nach 34 Minuten musste Schneider bereits das erste Mal wechseln und Silvio Grötzsch für den verletzten Torschützen aufs Feld bringen. "Toni ist nach einer komischen Drehung sofort liegen geblieben. Es wird entweder eine Zerrung oder ein Muskelfaserriss sein, also wird er uns leider einige Wochen fehlen", vermutete Schneider.

Trotz des frühen Wechsels spielte die Germania- Elf weiter nach vorn. Doch Phillip Seifert verpasste allein vor dem Glauchauer Keeper die Chance auf das 2:0. "Von unserem Gegner kam in der 1.Halbzeit so gut wie nichts, wir haben sicher gestanden. Leider konnten wir nicht nachlegen", berichtete der Germania-Trainer. Auch Roy Blankenburg ließ eine weitere Großchance liegen.

In der Pause ahnte Schneider schon, dass es nicht bei diesem Ergebnis bleiben würde und warnte seine Spieler vor der physischen Stärke der Glauchauer. Während der Schiedsrichter vor dem Seitenwechsel ohne Karten auskam, musste er nach der Pause gleich achtmal Gelb zeigen. Ruppig wurde es allerdings nicht. "Es war ein sehr intensives Spiel mit vielen taktischen Fouls, aber keinesfalls unfair", schätzte Schneider ein, der sehr zufrieden mit der Leistung des Schiedsrichtergespanns war. Nach 77 Minuten fiel jedoch der Ausgleich: Nach einem Eckball köpfte Schwenke zum 1:1 für Empor ein - und offenbarte eine der größten Schwächen, mit denen die Mittweidaer derzeit zu kämpfen haben. "Wir haben in der Corona-Pause vier starke Kopfballspieler verloren", so Mittweidas Trainer. In den vergangenen Jahren sei man stets eine der stärksten Mannschaften im Luftduell gewesen. "Daran müssen wir jetzt wieder arbeiten."

Uwe Schneider war trotz der verlorenen zwei Punkte sehr zufrieden. "Das war unsere bislang beste Saisonleistung. Wir haben als Mannschaft einen Superauftritt hingelegt, alle Spieler haben gekämpft." Felix Ebert, Paul-Luis Eckhardt, Philipp Krasselt und Keeper Maik Ebersbach erhielten dabei sogar ein Sonderlob ihres Trainers. In der Tabelle rückte der SV Germania auf Platz 12 unter den 22 Teams vor (4 Punkte).

StatistikGermania Mittweida: Ebersbach, Heinrich, Seifert (74. Grau), Stier, Hennig, Eckhardt, Hahn (34. Grötzsch), Ebert, Krasselt, Weinert, Blankenburg

Tore: 0:1 Hahn (10.), 1:1 Schwenke (77.) - SR: Dorman (Dresden) Zu.: 127

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