Große Sprünge und weite Würfe

Die Leichtathleten der LG Mittweida haben bei den Landesmeisterschaften acht Medaillen gewonnen. Neben Anne Weigold dürfen sich zwei weitere Sportlerinnen auf die nationalen Titelkämpfe freuen.

Mittweida.

Hinter den Leichtathleten der LG Mittweida liegt ein wahres Erfolgswochenende. Bei den Landesmeisterschaften der Erwachsenen sowie der Altersklasse U 18 erkämpften die Athleten acht Podestplätze und hakten zwei weitere Normen für die Deutschen Hallenmeisterschaften ab.

"Die Landesmeisterschaften fingen für uns zwar im Kugelstoßring nicht so toll an, wurden aber dann immer besser", sagt der Mittweidaer Trainer Michael Sperling. Eine seiner Athletinnen überraschte ihn dabei besonders: Hochspringerin Stephanie Seidel überquerte im Chemnitzer Sportforum die Latte bei 1,78Metern, wurde Landesmeisterin und schaffte zugleich die Norm für die Deutsche Hallenmeisterschaft der Erwachsenen, die Mitte Februar in Leipzig stattfindet. "Sie ist noch die 1,81 Meter angegangen, hat den zweiten Versuch aber abgebrochen", so Sperling. "Stephanie bleibt durch ihr Studium und die Arbeit nicht viel Zeit zum Trainieren, aber durch ihre gute Organisation konnten wir dennoch die benötigten Trainingsumfänge absolvieren."

Eine weitere Goldmedaille gab es für Anne Weigold über die 60 Meter Hürden. Sie gewann souverän in 8,51 Sekunden. Die Norm für die DM in Leipzig hatte sie bereits zuvor in der Tasche. Einen Podestplatz durfte auch Charlotte Handke einnehmen. Die Rochlitzerin zeigte zwar konstante Sprünge und wurde Dritte, kam aber mit 5,31 m nicht an ihre Bestleistung (5,48 m) heran. "Sie schaut dann mehr auf die Weite als auf den Platz und war daher nicht ganz glücklich", so Sperling.

Sandy Uhlig sicherte sich mit dem Diskus den Titel der U-20-Altersklasse. "Sehr zufrieden war Sandy mit der Weite von 43,87 m nicht, da sie viel mehr kann. Jedoch waren die äußeren Gegebenheiten mit Minusgraden und Wind nicht gerade die besten." Ihren Frust ließ sie später mit der Kugel raus. Mit 13,15 m wurde sie Vierte bei den Frauen und stieß fast einen Meter über die Norm für die Deutschen Jugendmeisterschaften in Sindelfingen. "Über das Kugelergebnis bin ich recht überrascht, da wir im vergangenen Jahr gar nicht mit der Kugel trainiert haben." Die letzte Goldmedaille sicherte sich Ulrike Schmidt (LWV Geringswalde) im Speerwerfen der weiblichen U-16-Jugend. Mit 39,12m warf sie eine neue Bestleistung. Zur DM-Norm fehlt ihr nur noch knapp ein Meter. In diesem Wettbewerb wurde Lina Schreiter (VfA Rochlitzer Berg) mit 31,51 m Vierte, Niels Keutel gewann in der männlichen U-16-Jugend Silber. Im Diskuswurf der AK U 18 gewann Jessica Vasold mit 34,47 m Silber, Jara Graf (beide LV Mittweida) mit 29,17m Bronze. "Leider passte in ihrer Paradedisziplin, dem Kugelstoßen, die Technik nicht", sagt Michael Sperling. Dort wurde sie mit 11,71m nur Fünfte.

Bei den Landesmeisterschaften ging auch ein ehemaliger Athlet von Sperling auf die Bahnen. Florian Heinich, der im Sommer seine aktive Karriere beendet hatte, lief ohne Training den 60-Meter-Sprint bei den Männern mit und wurde in 7,09s achtbarer Siebter. (mit sperl)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...