Großer Aderlass beim SV Saxonia

Vor der neuen Tischtennis-Saison hat sich das Personalkarussell kräftig gedreht. Beim Freiberger Bezirksligisten gibt es die größten Veränderungen.

Wolfgang Schmidt - Tischtennisspieler aus Freiberg

Von Uwe Schönberner

In knapp vier Wochen ist es wieder soweit: Für die mehr als 170 Damen- und Herren-Mannschaften des Tischtennis-Kreisverbandes Mittelsachsen beginnt die neue Punktspiel-Saison. In der Sommerpause hat sich dabei zwischen Sachsenliga und 2. Kreisklasse auch das Personalkarussell kräftig gedreht.

Dabei gab es einige interessante Wechsel. So schnuppert die bisherige Nummer 1 des SV Saxonia Freiberg, Jan Böcker, ab jetzt Landesliga-Luft. Böcker wechselt vom Bezirksligisten zur TTVG Oederan-Falkenau. Auch Oldie Wolfgang Schmidt verlässt den SV Saxonia - "aus privaten Gründen", erklärt der 77-Jährige. Schmidt, in diesem Jahr WM-Starter in Las Vegas, schlägt nun in der 2. Bezirksliga Chemnitz beim SV Remse auf. Da auch Maximilian Reich, die Nummer 2 der Freiberger, aus beruflichen Gründen, kaum zur Verfügung steht, dürfte der Vorjahresachte der 1. Bezirksliga Dresden, der gerade so den Klassenerhalt schaffte, sportlich schweren Zeiten entgegen gehen - auch wenn es mit Franz Keller (BSC Freiberg) sowie Adrian Knoll und Rick Lößner (beide SSV Brand-Erbisdorf) drei Zugänge gibt.

Auch im Damenbereich sorgt der SV Saxonia für die größten Schlagzeilen. Die Freiberger Damen hatten in der Saison 2017/18 als Dritte der Bezirksliga den Aufstieg in die Landesliga Sachsen geschafft. Da die Personaldecke sehr dünn ist, kooperiere der Verein mit der TTV Oederan-Falkenau, "um eine schlagkräftige Mannschaft stellen zu können", sagt Saxonia-Jugendwart Tino Steidel. Lena und Paula Uhlig, Katja Schreiber und Pauline Müller schlossen sich der TTVG an und bilden mit der erfahrenen Dagmar Hänel das Landesliga-Team. Bei Nachwuchs-Wettkämpfen treten die jungen Damen aber weiterhin für Saxonia an.

Gleich in einen anderen Spielbezirk - nach Chemnitz - sind die Damen-Teams der HSG Mittweida und vom Lichtenauer SC gewechselt. Da dort nur sieben Vertretungen in der Bezirksliga spielen, bleibe die Saison überschaubar, sagt die Lichtenauer Mannschaftsleiterin Peggy Berger. "Dadurch haben wir wesentlich weniger Spiele und sind am Wochenende nicht so oft unterwegs." Mittweidas Teamchefin Wiebke Lindner nennt dagegen sportliche Gründe: "Wir wollen in erster Linie, dass sich unsere beiden 13-jährigen Akteurinnen spielerisch weiterentwickeln."

Insgesamt starten in der neuen Saison 30Teams auf Landes- und Bezirksebene. Die Damen des TSV Falkenau und des Döbelner SV sowie die Herren des TTV Burgstädt schlagen in der Sachsenliga auf. (mit sb)

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