Großer Kampf: Germania verschafft sich mit Sieg Luft

Die Sachsenliga-Fußballer aus Mittweida haben den FC Lößnitz mit 2:1 (2:0) bezwungen. Entscheidend dafür waren ein Doppelschlag und die sattelfeste Defensive.

Mittweida.

Am Ende ihrer Kräfte, dafür aber überglücklich haben die Sachsenliga-Fußballer von Germania Mittweida am Sonntag gemeinsam mit ihrem Anhang nach dem Schlusspfiff einen hart erkämpften 2:1-Heimsieg gegen den Tabellendritten FC Lößnitz gefeiert. Je länger die Partie dauerte, umso mehr wurde sie zu einer Abwehrschlacht, in der die Mittweidaer auch dank ihres überragenden Torhüters Maik Ebersbach triumphierten und weitere Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sammelten.

Der Favorit aus dem Erzgebirge startete mit viel Schwung. Bereits in der 2. Spielminute sprang das Leder nach einem Eckball an die Latte des Germania-Tores. Doch in der Folge fanden die Platzherren schnell zur Ordnung und ermöglichten den spielstarken Gästen lediglich Halbchancen. "In der 1. Halbzeit ist unser Konzept voll aufgegangen. Wir waren körperlich in guter Verfassung und haben uns immer wieder den zweiten Ball geholt. So konnten wir zwei schöne Tore erzielen", fasste Germania-Trainer Uwe Schneider die ersten 45 Minuten seiner Elf zusammen. Mit dem ersten gefährlichen Angriff ging Germania in der 15. Minute überraschend in Führung: Tobias Grau verlängerte einen langen Ball in den Lauf von Felix Ebert, dessen Vorarbeit verwandelte Kevin Frieden souverän zum 1:0. Die kurzzeitige Verwirrung der Gäste nach dem Rückstand nutzte Germania und legte drei Minuten später nach: Wiederum lieferten Grau und Ebert über die rechte Seite die Vorarbeit. Diesmal stand Christoph Antal in der Mitte frei und schob ohne Mühe zum 2:0 ein. Nur eine Minute später hatten die Mittweidaer Fans erneut zum Torjubel angesetzt, doch der Lößnitzer Torwart Hettwer lenkte einen 16-Meter-Schuss von Grau gerade noch um den Pfosten.

Danach fing sich der Favorit wieder und gewann zunehmend die Spielkontrolle zurück. Bis zur Pause wurde der Germania-Strafraum immer mehr zum Ort des Geschehens. Kurz vor der Halbzeit musste Germanias Schlussmann Ebersbach zweimal sein ganzes Können aufbieten, um den Anschlusstreffer zu verhindern. Zunächst klärte er in großer Manier gegen den frei vor ihm stehenden Philipp Hauck. Wenig später war er bei einem gefährlichen Schuss aus der Drehung von Martin Sprunk erneut mit einer Großtat zur Stelle und rettete somit die Führung in die Kabine. "In der Pause war uns klar, dass Lößnitz alles auf eine Karte setzen würde", so Trainer Schneider. "Wir wollten versuchen, den ein oder anderen spielentscheidenden Konter zu setzen. Das ist uns nicht gelungen und so brauchten wir in der Schlussphase auch das Quäntchen Glück."

Einige seiner Spieler mussten im Spiel bis an ihre körperlichen Grenzen gehen. Nach einem Außennetztreffer durch Hauck (52.) fand Lößnitz in der 55. Minute die Lücke in der Mittweidaer Abwehr und kam durch Cedric Graf zum Anschlusstreffer. Angriff auf Angriff rollte weiter in Richtung des Tores von Maik Ebersbach, doch dieser behielt die Ruhe. Noch schwerer wurde es für die Platzherren, als in der 80. Minute Mohannad Salim nach wiederholtem Foul mit der Ampelkarte des Feldes verwiesen wurde. Doch auch in Unterzahl wurde der wichtige Sieg mit letztem Einsatz verteidigt und nach vier Minuten Nachspielzeit erlöste Schiedsrichter Rich mit dem Schlusspfiff die Heimelf und ihre Fans. Mit dem Sieg verschaffen sich die Mittweidaer Luft im Abstiegskampf und haben nun fünf Punkte Vorsprung auf die gefährliche Zone. Nach einem spielfreien Wochenende ist der FV Eintracht Niesky am 31. März der nächste Gast am Schwanenteich. In Niesky gewann Mittweida im Herbst 2:1.

Statistik Mittweida: Ebersbach - Weinert, Kuhl, Salim, Pietsch (51. Uhlig) - Rauthe, Antal, Hönig, Ebert (70. Hahn) - Frieden (72. Krasselt), Grau - Tore: 1:0 K. Frieden (15.), 2:0 Antal (18.), 2:1 Graf (55.) - Schiedsrichter: Rich (Neustadt/Spree) - Zuschauer: 120

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