Grünes Licht am Park

Die Neukirchener Reitsportler dürfen am Wochenende ihr 57. Springturnier veranstalten. Die Genehmigung kam in letzter Minute - dafür können nun aber sogar Zuschauer auf die Anlage.

Neukirchen.

Nadine Göpfert und ihre Mitstreiter dürfen wieder aufsatteln. "Wir freuen uns riesig, dass wir unser Traditionsturnier am Wochenende ausrichten können - und das sogar mit Zuschauern", sagt die 22-Jährige vom Reit- und Fahrverein Am Park Neukirchen. Erst Anfang dieser Woche habe der Verein grünes Licht für die Durchführung der 57. Auflage erhalten und am Montag sofort den Parcours aufgebaut. Alles werde zwar wirklich "auf den letzten Drücker" fertig, so Nadine Göpfert. Doch trotz aller Anstrengungen - "der Aufwand ist sicher dreimal so hoch wie sonst" - überwiege natürlich die Freude, dass Gesundheitsamt und der Landesverband Pferdesport jetzt ihr Okay gegeben haben, sagt das Vorstandsmitglied des RFV. "Wir haben lange gebangt, ob unser Turnier stattfinden darf."

Nachdem der Verein ein umfangreiches Hygienekonzept erarbeitet sowie Reglungen für die Besucher getroffen hat (unter anderem einen getrennten Ein- und Ausgang), dürfen nun sogar Reitsportfans auf die Anlage an der Fasanenstraße in Neukirchen. 600 Zuschauer seien pro Tag erlaubt, erklärt Nadine Göpfert. Reiter, die mit zwei Pferden starten, dürfen nur eine Begleitperson mitbringen, bei mehr Pferden können es zwei Leute sein, sagt die Speditionskauffrau, die als Sportwart zum fünfköpfigen Vorstand des RFV gehört und auch für die Jugendarbeit zuständig ist. Die Party im Festzelt darf ebenfalls steigen. Für die öffentliche Veranstaltung mit Musik von Grenzenlos und DJ Handrix, die ein externer Veranstalter am Sonnabend ab 20 Uhr ausrichtet, seien ebenfalls 600 Gäste zugelassen. "Wir hatten uns im Verein von vornherein festgelegt, dass alles nur mit Zuschauern und Gästen Sinn macht", so Göpfert. "Jetzt sollte alles so schön wie immer werden", schmunzelt sie.

Am Samstag werden stehen die Springprüfungen der Klassen A* bis M* auf dem Programm. Am Sonntag präsentieren sich zunächst die Jungpferde in den Springprüfungen der Klasse L. Danach folgen ein Showprogramm und der Führzügelwettbewerb der kleinsten Starter, ehe 16.15 Uhr mit der Springprüfung der Klasse M mit Siegerrunde der Höhepunkt des Turniers steigt.

Für die neun Prüfungen - die Traditionsveranstaltung im Reinsberger Ortsteil ist mittlerweile ein reines Springturnier - gibt es mehr als 500 Nennungen. Die Starter kommen aus fünf Bundesländern. Neben den sächsischen Reitern haben sich auch Aktive aus Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Bayern angekündigt.

Auch Nadine Göpfert steigt am Wochenende in den Sattel - mit Kira sowie Boris little Princess bei den Springpferdeprüfungen der Klassen A und L. "Das sind zwei junge Pferde, die ich gerade aufbaue", erklärt die 22-Jährige. 2015 gewann sie auf Lücelein sogar den Großen Preis von Neukirchen. "Damals bin ich aber für den PSV Sorge-Settendorf aus Thüringen gestartet", erzählt Nadine Göpfert, die zwischenzeitlich zwei Jahre zum Thüringer Landeskader gehörte. In Sachsen wurde sie 2014 zum Talent des Jahres gekürt, und auch bei der internationalen Partner Pferd in Leipzig, dem wichtigsten Reitsportturnier der neuen Bundesländer, durfte sie schon starten.

Diesmal ist die Reinsbergerin, die inzwischen in Schwarzheide lebt, bei der Springprüfung der Klasse M mit Siegerrunde nicht am Start. Dafür wird Mutter Nicole die Fahne der Familie Göpfert in diesem hochkarätigsten Wettbewerb des Turniers hochhalten, und auch Vereinschefin Catherine Flemming ist am Start. Insgesamt haben sich sieben Aktive des RFV Am Park in die Startlisten eingetragen.

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